PROJEKT SPIELART GBR

Kontakte nach ganz Europa gewonnen

Heiner Hofmann, Projekt Spielart, bringt Kunst auf den Spielplatz. re

Rosenheim – Die „GaLa“ in Nürnberg gilt als internationale Leitmesse für Garten- und Landschaftsbau.

Als regionaler Aussteller nimmt die Projekt Spielart GbR aus Rosenheim teil. Geschäftsführer Heiner Hofmann ist „Wiederholungstäter“ und konnte durch die Messeteilnahme ein großes Netzwerk knüpfen.

Was werden Sie ausstellen?

Da wir bereits zum dritten Mal auf der GaLaBau vertreten sind, werden wir in erster Linie unsere Arbeiten der beiden vergangenen Jahre präsentieren. Zum Beispiel die „Gams“, die auf dem Wendelstein steht, die Spielskulptur „Biergaudi“ aus dem Biergarten Augustiner Keller in München, oder das Spielobjekt „Brillenbär“, den wir für den Zoologisch-Botanischen Garten Wilhelma in Stuttgart gemacht haben. Wir werden auch eine Masterskulptur präsentieren, wobei uns hoffentlich der Versuch gelungen ist, Kletter-Erfolgserlebnisse mit künstlerischer Freiheit zu verbinden. Die Skulptur hat den Titel „Vogelhochzeit“; ist aus Eichenholz und Edelstahl gefertigt und ist 5,50 Meter hoch.

Was sind Ihre Erwartungen an die Messe?

Auf der GaLa haben wir schon viele positive Erfahrungen gemacht, da sie den größten Zuspruch von potenziellen Kunden – in unserem Fall etwa Grünflächenämter und Gartenbauämter – findet und das europaweit und zum Teil darüber hinaus.

Sie gestalten und konstruieren recht außergewöhnliche Spielplatzobjekte. Ist die Zeit der klassischen Wippe und des einfachen Klettergerüsts vorbei?

Ich denke schon, dass wir von langweiligen Seriengeräten, welche sehr oft nicht von Kindern angenommen werden, wegkommen sollten. Die Spielgeräte sollten so gestaltet sein, dass das gemeinsame Spiel gefördert wird. Wir konzipieren Spielskulpturen, die das gleichzeitige Spielen von vielen Kindern möglich machen und ein körperlicher und geistiger Anreiz des gegenseitigen „Messens“ gegeben ist.

Was ist dabei Ihre Motivation?

Unser Ansporn ist, immer ein einzigartiges Spielgerät mit unserer Kunst zu verbinden: Kunstwerke also, die nicht nur motorische Anreize bieten, sondern auch Fantasie und Geist der Kinder anregen. Der Entwurf und die Einzelanfertigung eines jeden Spielgeräts bringen natürlich höhere Kosten mit sich als Seriengeräte, sodass die Verwirklichung trotz guten Willens der Entscheidungsträger oft an den Kosten scheitert.

Was macht ein Spielgerätehersteller in der anstehenden kalten Jahreszeit?

Der Entwurf und die Herstellung der Spielskulpturen ist nur ein Teil unseres künstlerischen Schaffens, wenn auch inzwischen die Hauptaufgabe. Ich bin auch Maler, beschäftige mich mit der „freien Skulptur“ und habe schon einige Kunst-am-Bau- Projekte in der Region gestaltet. Diesen Winter haben wir auch einen größeren Bildhauerauftrag für die Bundesgartenschau in Heilbronn. Für die Stadt Zürich haben wir einen Auftrag, drei große „Kokons“ von über zwölf Metern Höhe zum Beklettern in der Winterzeit vorzubereiten. Wir sind also das ganze Jahr über vollbeschäftigt.

Interview: Elisabeth Sennhenn

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