Was Passagiere wissen müssen

Umbuchung: Auf die Umbuchung haben Passagiere laut der Fluggastrechte-Verordnung der EU einen Anspruch.

Möglich ist auch, dass Passagiere auf andere Transportmittel gebucht werden, wenn das Ziel per Bus oder Bahn erreichbar ist.

Betreuung: Stranden Passagiere am Flughafen, muss die Fluggesellschaft sie betreuen – unabhängig davon, ob sie für die Verspätungen und Ausfälle verantwortlich ist. Passagiere haben Anspruch auf Verpflegung. Verschiebt sich der Flug auf einen anderen Tag, muss die Airline die Hotelübernachtung übernehmen.

Pauschalreisen: Ist der Ryanair-Flug Teil einer Pauschalreise, ist nicht die Airline der Ansprechpartner, sondern der Reiseveranstalter. Er ist nach Angaben der Verbraucherzentralen auch bei Streiks verantwortlich für Kosten, die Reisenden durch eine Verspätung entstehen.

Entschädigung: Bei Pilotenstreiks haben Reisende eigentlich keinen Anspruch auf eine Ausgleichszahlung für Ausfälle oder Verspätungen von mehr als drei Stunden. Ein Streik gilt als außergewöhnlicher Umstand. Das gilt aber nur unter der Bedingung, dass die Airline alles in ihrer Macht Stehende unternimmt, um die Folgen zu minimieren. Allerdings hat sich die Rechtsprechung inzwischen weiterentwickelt, erklärt der Reiserechtsexperte Paul Degott. Der Jurist rät, vorsorglich Ausgleichszahlungen zu fordern.

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