LESER FRAGEN – EXPERTEN ANTWORTEN

Nachkaufen oder Abwarten?

Christian RottGAH GeldanlagehausEggenfelden

Josef F.: „In unserem Depot befinden sich 297 Aktien von der Deutschen Bank. Durch mehrere Nachkäufe haben wir den Einstandskurs auf 19,05 Euro senken können, was (Stand heute) einen Verlust von rund 52 Prozent bedeutet. Die negativen Nachrichten über diese Bank reißen nicht ab, und schön langsam mache ich mir Sorgen. Was soll ich Ihrer Meinung nach machen? Ruhig bleiben und auf steigende Kurse hoffen? Oder nochmals nachkaufen, um den Einstandskurs weiter zu verkleinern?“

Die Deutsche Bank hat sich in den letzten Jahren wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert. Diverse falsche Unternehmensentscheidungen und viele kostspielige Prozesse beziehungsweise Vergleiche haben ihre Spuren in der Bilanz und somit dem Aktienkurs hinterlassen. Ob der neue Mann am Ruder, Christian Sewing, die Bank auf einen neuen Kurs bringt, ist nun die Frage. Nach drei verlustreichen Jahren verordnet er der Deutschen Bank eine Rosskur, in dem er das Investmentbanking stutzt und tausende Arbeitsplätze streicht. Reicht dies aus, um das Image der Bank aufzupolieren, das durch die vielen Skandale arge Kratzer erlitten hat? Um zu beurteilen, ob Sie nachkaufen sollen oder nicht, sind noch andere Punkte entscheidend. Wie viel haben Sie bereits in Aktien investiert? Wie verhält sich dies in Relation zu Ihrem restlichen Anlagevolumen? Wie lange kann das Geld investiert bleiben? Vor einem Nachkauf sollten Sie diese Fragen klären.

Auch interessant

Kommentare zu diesem Artikel