Das Zika-Virus in Europa

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Im brasilianischen Recife rückt man den Moskitos zu Leibe.

Däne nach Süd- und Lateinamerikareise infiziert. Aarhus – Erstmals ist das Zika-Virus bei einem Patienten in Dänemark entdeckt worden.

Der Däne habe sich bei einer Reise nach Süd- und Lateinamerika mit dem durch Mücken übertragenen Erreger angesteckt und danach über Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen geklagt, teilte das Universitätskrankenhaus in Aarhus mit. Eine Untersuchung habe die Infektion am Dienstagabend bestätigt. Der Patient werde ambulant behandelt. „Sein Zustand ist gut“, hieß es.

Das tropische Virus grassiert derzeit vor allem in Brasilien, Reisende bringen den Erreger mit nach Europa. Er verursacht zwar bei den Infizierten keine schwere Erkrankung, steht aber im Verdacht, bei Schwangeren das ungeborene Kind zu schädigen. Das Virus ist in den vergangenen Jahren auch mehrfach bei deutschen Reiserückkehrern diagnostiziert worden. Erstmals ist auch in Costa Rica eine Zika-Infektion festgestellt worden. Betroffen sei eine 25 Jahre alte Frau, die sich in Kolumbien angesteckt habe, teilte das Gesundheitsministerium des mittelamerikanischen Landes am Dienstag (Ortszeit) mit. Die Behörden bereiteten sich auf weitere Fälle vor.

Auch in der Karibik wurden neue Infektionen mit dem Zika-Virus bestätigt. Puerto Rico registrierte seit Dezember 19 Fälle, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Das Virus könne von Touristen in das US-Außengebiet gebracht worden sein, hieß es. Das in Brasilien grassierende Zika-Virus ist in den vergangenen Jahren auch mehrfach bei deutschen Reiserückkehrern diagnostiziert worden. Das Hamburger Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin habe seit 2013 zehn Fälle festgestellt, sagte der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit der dpa. Dabei handle es sich ausschließlich um importierte Fälle. Es könne aber viele Fälle gegeben haben, die nicht registriert wurden.

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