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Zweitwohnung nicht begünstigt

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Dr. Anton SteinerFachanwalt für ErbrechtPräsident des Deutschen Forums für ErbrechtMünchen

Carola P.: „Ist es richtig, dass wenn ein Erbe/Beschenkter (Sohn/Tochter) eine Immobilie zehn Jahre lang selbst bewohnt, diese dann steuerfrei ist? Gilt das auch, wenn die Immobilie als Zweitwohnsitz angemeldet ist und zeitweise aus beruflichen Gründen bewohnt wird? Gibt es eine Wertobergrenze?“

Ein Kind kann die vom Erblasser selbstgenutzte Immobilie steuerfrei erben, wenn es unverzüglich nach dem Erbfall dort einzieht und zehn Jahre lang dort wohnen bleibt. Aber es gibt wichtige Einschränkungen: Dies gilt nur im Erbfall, nicht für Schenkungen. Auch muss es sich bei der Immobilie um den Hauptwohnsitz handeln, ein Zweitwohnsitz oder eine Ferienwohnung ist nicht begünstigt. Zudem gibt es eine indirekte Wertobergrenze dadurch, dass die Immobilie nicht mehr als 200 Quadratmeter Wohnfläche haben darf. Allerdings gilt hier nicht das Alles-oder-Nichts-Prinzip. Hat die Immobilie beispielsweise 300 qm Wohnfläche, so bleibt sie zu zwei Dritteln steuerbefreit und ein Drittel des Wertes unterliegt der Erbschaftsteuer.

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