Zucchini – der kalorienarme Alleskönner

Beliebtes Sommergemüse Zucchini: Der Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland liegt knapp unter zwei Kilogramm pro Jahr.
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Beliebtes Sommergemüse Zucchini: Der Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland liegt knapp unter zwei Kilogramm pro Jahr.

wochenmarkt Gemessen am hohen Wassergehalt passen Zucchinis und Gurken gut zusammen.

Allerdings ist die Zucchini doppelt so reich an Eiweiß, Calcium und Vitamin C. Gelbe Exemplare speichern zudem noch viel Carotinoide, die Vorstufe zum Vitamin A. Sie schützen vor freien Radikalen und stärken das Immunsystem. Das Gemüse zählt mit 190 Kalorien pro Kilogramm zu den leichtesten.

Anhaltende Wärme lässt das Kürbisgewächs nur so aus dem Boden sprießen. Wird nicht rechtzeitig geerntet, erinnert das Gemüse schnell an Mammut-Keulen. Gut, dass selbst Auswüchse noch kreativ verarbeitet werden können. In Zeiten der Schwemme finden sich meist Abnehmer – dankbar für interessante Rezepturen.

Zucchini wurden bei uns erst Ende der 1960er Jahre zögernd beliebt. Heute liegt der Pro-Kopf-Verbrauch knapp unter zwei Kilogramm pro Jahr. Wenig, wenn man die lange einheimische Saison von Anfang Juli bis Ende September, die günstigen Preise und die Vielfältigkeit bedenkt. Wer Glück hat, kommt beim Einkauf an regionale Ware aus dem Kreis Kitzingen, Niederbayern oder dem mittelfränkischen Knoblauchsland zwischen Nürnberg und Bamberg. Hat der Käufer den Wunsch nach mehr Regionalität, sollte der Händler immer wieder darauf aufmerksam gemacht werden.

Zucchini dürfen nicht angefault oder gar schimmlig sein. Schimmelsporen und Fäulniserreger können krebserregend wirken. Durch den hohen Wassergehalt verbreiten sich die Stoffe leicht in der ganzen Frucht. Hitze oder Säure töten sie nicht ab. Den zartesten Geschmack liefert das Gemüse in einer Größe von 15 bis 20 Zentimeter.

Große Exemplare eignen sich gut zum Füllen mit Reis, Getreide, Paprika, Hackfleisch und/oder Schafskäse. Zucchini lassen sich auch ungeschält verwenden. Bei großen Keulen empfiehlt es sich, ein Streifenmuster zu schälen. Das sieht gut aus und reduziert den etwas härteren Biss auf die betagte Schale.

Zucchini sind kälteempfindlich und fühlen sich bei 7 bis 10 Grad gerade noch wohl. Gut eine Woche lassen sie sich im Gemüsefach des Kühlschranks lagern. Zusammen mit ethylenproduzierenden Früchten wie Bananen, Äpfeln oder Tomaten altern sie schneller. Wer in der Grillsaison eine Alternative zum Fleisch sucht, sollte an Zucchini denken. Sie sind pur, eingelegt in gewürztem Öl oder gefüllt mit Käse, Knoblauch und Kräutern eine echte Bereicherung. Überhaupt wird Vegetarisches auf dem Grill immer beliebter. Das ist gut, weil sich so der Fleischverzehr auf ein verträglicheres Maß reduzieren lässt.

Zucchinitaler mit Zaziki

Zutaten: 1 bis 2 Zucchini, 1 Ei, 1 TL Mehl, 3 EL geriebener Parmesan, 2 Prisen Salz, Rapsöl, ½ Pfund griechischer Joghurt oder Magerquark, 2 EL Olivenöl, 2 Knoblauchzehen, ½ Salatgurke, Salz, Pfeffer

Zubereitung: Zucchini waschen, in 1,5 cm dicke Scheiben schneiden, Ei aufschlagen, Mehl mit Parmesan und Salz mischen, Zucchinischeiben in Ei, anschließend in Mehl-Parmesangemisch wenden und in heißem Öl braten. Salatgurke schälen, halbieren und reiben, mit Quark, Öl, gepresstem Knoblauch mischen und würzen. Mit den Zucchinitalern servieren. Nicht nur fürs Auge: Karottensticks in das Zaziki stecken.

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