Wieder Ungemach für Lufthansa-Kunden

  • schließen
  • Weitere
    schließen
Marco Altingerführte den BDS 19 Monate. Gestern trat er zurück.
+
Marco Altingerführte den BDS 19 Monate. Gestern trat er zurück.

Frankfurt – Auf Fluggäste der Lufthansa kommt abermals Ungemach zu: Die Piloten der Airline haben für diesen Mittwoch (23. November) zum nächsten Streik aufgerufen.

Dann wollen sie den Flugverkehr auf der Lang- und Kurzstrecke der Lufthansa komplett bestreiken. Betroffen seien alle Flüge aus Deutschland. Es handelt sich mittlerweile um den 14. Streik in der laufenden Tarifauseinandersetzung, bei der es diesmal ausschließlich um die Tarifgehälter von rund 5400 Piloten der Lufthansa, der Lufthansa Cargo und der Tochtergesellschaft Germanwings geht.

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit hatte am vorigen Mittwoch erneut den Vorschlag des Unternehmens abgelehnt, in eine Schlichtung zu den offenen Gehaltsverhandlungen einzusteigen. Grund sei das viel zu niedrige Gehaltsangebot, das man als Grundlage einer Schlichtung nicht akzeptieren könne, so VC-Sprecher Markus Wahl.

Tatsächlich klaffen die Vorstellungen der Tarifpartner sehr weit auseinander: Die Gewerkschaft fordert über einen Zeitraum von fünf Jahren bis April 2017 Gehaltserhöhungen von insgesamt 22 Prozent in fünf Stufen. Der vorherige Tarifvertrag über die Gehälter der rund 5400 Piloten von Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings war Ende April 2012 ausgelaufen. Lufthansa hat nach eigenen Angaben ein Lohnplus von 2,5 Prozent für den 20 Monate längeren Zeitraum bis Ende 2018 angeboten. Angesichts von Milliardengewinnen des Unternehmens könne man Reallohnverluste beim Personal nicht hinnehmen, hatte die VC bereits erklärt.

Lufthansa hatte vorige Woche versucht, den drohenden Pilotenstreik in letzter Minute abzuwenden. „Es ist noch nicht zu spät für eine Einigung“, erklärte Personal-Vorständin Bettina Volkens und appellierte an die Pilotengewerkschaft, gemeinsam mit dem Unternehmen in eine Schlichtung zu den offenen Vergütungsfragen zu gehen. Neben der Gehaltsfrage sind auch andere Tarifthemen wie die Betriebsrenten und die Übergangsversorgung nach wie vor ungelöst.  dpa

Zurück zur Übersicht: Wirtschaft

Kommentare