Wettbewerbsfähigkeit: Europa wird von den USA abgehängt

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USA im Aufwind: Der Dow Jones Aktienindex stieg allein in diesem Jahr um 18 Prozent – auf unserem Bild die Börse in New York. Auch die Zahl der Arbeitslosen geht deutlich zurück. Foto: dpa

Konjunktur Lausanne/Washington – Die USA haben die Eurozone überflügelt und ihre Vormachtstellung in der Weltwirtschaft als wettbewerbsfähigstes Land zurückerobert.

Deutschland behauptet sich gut im globalen Konkurrenzkampf und kann in dem Jahresranking des Schweizer Wirtschaftsinstituts IMD seinen neunten Rang verteidigen. Die Studie könnte der Debatte über die EU-Sparpolitik neue Impulse verleihen.

Mit seinem neunten Platz ist Deutschland weiterhin die einzige Euro-Volkswirtschaft unter den Top Ten der wettbewerbsfähigsten Länder der Welt. Als wichtige Erfolgsrezepte Deutschlands nennt das IMD neben einer eisernen Fiskaldisziplin die solide Exportwirtschaft und die Stärke gesunder mittelständischer Unternehmen. Neun andere Länder der Eurozone haben sichtbar mit der Schuldenkrise zu kämpfen und sacken im Vergleich der 60 wichtigsten Volkswirtschaften teils besorgniserregend ab.

Das betrifft nicht nur Krisenstaaten wie Spanien, das im Vergleich zu 2011 sechs Plätze einbüßte und nun auf dem 45. Rang eingestuft wurde. Die Niederlande rutschten vom 11. auf den 14. Platz ab. Deutlich besser stehen europäische Länder da, die weiterhin ihre nationale Währung haben: Die Schweiz stieg vom bisher 3. auf den 2. Platz, Schweden verbesserte sich vom 5. auf den 4. Rang.

Als wichtige Gründe für den Erfolg der USA nennt das IMD das Wiedererstarken des Finanzsektors – der aber 2007 maßgeblich die Finanzkrise ausgelöst hatte – sowie die Fähigkeit zu technischen Innovationen. Auch die US-Konjunkturdaten zeigen derzeit nach oben. Das Wirtschaftswachstum lag im ersten Quartal bei 2,5 Prozent. Die Erwerbslosenquote sank auf 7,5 Prozent – von mehr als 10 Prozent vor vier Jahren. Auch der Dow Jones Aktienindex legte allein in diesem Jahr um 18 Prozent zu – und damit viele private Ersparnisse.  dpa

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