Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Wenn „italienische“ Tomaten aus China kommen

wochenmarkt . Wer behilft sich beim Kochen nicht gerne mal mit Tomaten aus der Dose.

Gut, wenn die aus dem nahen Italien kommen. Doch in den grün-weiß-rot beflaggten Büchsen steckt immer häufiger Ware die 7566 Kilometer Luftlinie weiter entfernt aufgewachsen ist. Das geht so: Chinesische Tomaten werden vorbereitet, in Tanks abgefüllt, auf Containerschiffe geladen und nach Europa geschippert. In Neapel dockt die Ware an und landet schließlich in italienischen Tomatenfabriken, wo die Ware im Ganzen belassen, gestückelt, püriert oder zu Tomatenmark verarbeitet wird.

Das Etikett auf Dose oder Tetrapack ziert dann nicht selten eine italienische Flagge. Das ist legal, denn verarbeitete Lebensmittel müssen keinen Herkunftsnachweis tragen. Der italienische Tomatenspezialist Marcello Bensi behauptet, 95 Prozent der passierten „italienischen“ Tomaten kämen aus China. Eine gigantische Menge. In Italien werden jährlich rund fünf Millionen Tonnen Tomaten geerntet. Sicher ist allerdings auch, dass mittlerweile weit über 70 Prozent etlicher Obst- und Gemüsesorten und andere Lebensmittel aus China importiert werden.

Beeren oder Mandarinen oder Spargel beispielsweise werden für den Export meist tiefgekühlt oder eingedost. Auch Tiefkühlfisch oder die Zutaten für Marmelade, Fruchtzubereitungen in Joghurt, Eis oder Backwaren, Trockenfrüchte, Tees, Gewürze, Teiglinge für Brezn und Semmeln oder sogar Schokolade kommen immer häufiger aus Fernost. Obwohl die Chinesen kaum Apfelsaft trinken, hat sich Land mittlerweile zum weltweit größten Apfelproduzenten entwickelt.

Rund 30 Millionen Tonnen werden bereits in China geerntet, um damit hauptsächlich Apfelsaftkonzentrate für den deutschen Markt herzustellen. Die Waren sind für den Aufkäufer unschlagbar günstig. Weil das Angebot aber so unüberschaubar ist, kommen die Kontrollen kaum mehr nach. In China dürfen Pestizide verwendet werden, die in der EU längst verboten sind. Die Umweltverschmutzung ist extrem hoch, die Böden sind häufig mit Schwermetallen angereichert, Hygiene- und Sicherheitsmängel sind keine Seltenheit.

Der Gesetzesgeber schreibt bislang nur bei wenigen Lebensmitteln eine Angabe des Herkunftslands vor: frisches Obst und Gemüse, frischer Fisch und Rindfleisch – alle anderen Fleischsorten erst ab 2015. Sobald ein Lebensmittel verarbeitet wird, entfällt die Pflicht, die Rohware nach der Herkunft zu kennzeichnen. Steht allerdings beispielsweise auf einer Dose ausdrücklich der Hinweis „italienische Tomaten“, muss die Angabe korrekt sein. Tragen Lebensmittel das europäische Siegel „geschützte Ursprungsbezeichnung“, abgekürzt g.U. wird garantiert, dass die auf EU-Ebene eingetragenen Produkte in einem festgelegten Gebiet nach bestimmten Kriterien erzeugt, verarbeitet und hergestellt wurden.

Achtung! Bei einem ähnlichen gestalteten Zeichen, der „geschützten geografischen Angabe“ muss nur einer der drei Schritte in einem Land passieren. Eine gute Einkaufshilfe sind die regionalen Herkunftskennzeichen der Bundesländer und das Regionalfenster sowie Bauernmärkte und natürlich der Einkauf direkt ab Hof.

Buchweizenpfannkuchen

Zutaten: 200 Gramm Buchweizenmehl, ein Päckchen Hefe, 100 Milliliter Apfelsaft, ein Teelöffel Kräuter der Provence (Thymian, Rosmarin, Oregano, Majoran), 500 Gramm Tomaten, Salz, Rapsöl, 50 Gramm Buchweizenkörner, 200 Gramm Sauerrahm, 50 Gramm Rucola.

Zubereitung: Mehl mit Hefe und Saft anrühren, zirka eine Stunde gehen lassen, Tomaten waschen, in Würfel schneiden, Buchweizenkörner in einer beschichteten Pfanne rösten bis es fein riecht, beides unter den Teig heben. Öl in der Pfanne erhitzen, Teig mit einer Kelle hineingeben und auf beiden Seiten backen, mit Sauerrahm bestreichen, mit gehacktem Rucola bestreuen und servieren.