Auf dem Weg zum Weltmarktführer

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Medizinische Geräte aus Mammendorf für die ganze Welt. Der Unternehmer Michael Rosenheimer.

Mammendorf – Begonnen hat das Mammendorfer Institut für Physik und Medizin (MIPM) als Zwei-Mann-Betrieb.

Heute beschäftigt das Unternehmen aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck 45 Mitarbeiter und liefert medizinische Geräte in die ganze Welt. Dafür gibt es nun den Bayerischen Exportpreis.

Gegründet wurde das MIPM in den 1980er-Jahren. Damals gehörte das Unternehmen, das Medizintechnik-Geräte reparierte, zu je 50 Prozent dem Ingenieurbüro Koglek und Starck sowie dem Physiker Rudolf Maus. Die eigentliche Erfolgsgeschichte beginnt aber 1991, als der heutige Inhaber Michael N. Rosenheimer nach dem Konkurs des Mutterunternehmens den Betrieb übernimmt und neu aufbaut.

Er und sein Vizechef Hans Schwaiger schafften es, das Unternehmen konstant weiterzuentwickeln. 1999 bezieht das MIPM neue Räume am neuen Firmensitz in Mammendorf. Nach rund 15 Jahrenhatte er dort 20 Menschen beschäftigt. Heute hat das MIPM 45 Mitarbeiter und verzeichnet Jahr für Jahr Umsatzzuwächse um die 20 Prozent. Der Gewinn steigt sogar noch schneller. „Früher konnte ich mir dieses Wachstum überhaupt nicht vorstellen“, erzählt Rosenheimer.

In 68 Ländern der Welt stehen Geräte des Unternehmens. Mit ein Grund für den Erfolg: Das MIPM bedient einen Nischenmarkt. „Wir stellen kernspintaugliche Geräte her“, erklärt der Inhaber. Zum Beispiel sind das EKG-Geräte, die trotz der starken Magnetfelder in Kernspintomographen noch zuverlässig arbeiten.

Das MIPM kooperiert dabei auch mit anderen Unternehmen wie Siemens, um deren Geräte kernspintauglich zu machen. „Wir sind dabei, uns in diesem Geschäftsfeld zum Weltmarktführer aufzuschwingen“, sagt Rosenheimer. Der Exportanteil liegt bei 80 Prozent.

Vor allem in Europa, im arabischen Raum und in Südamerika sitzen die Kunden. Hauptsächlich handelt es sich dabei um Kliniken, aber auch kleinere Röntgenpraxen setzen auf die Technik aus Mammendorf. Zur weltweiten Nummer eins fehlen nur noch mehr Marktanteile in den Vereinigten Staaten. „Daran arbeiten wir“, sagt Rosenheimer.

Ob er die Früchte dieser Arbeit noch ernten kann, muss sich zeigen. Der mittlerweile 59-jährige Unternehmer plant schon seit geraumer Zeit seinen Abschied. „In fünf Jahren soll Schluss sein“, sagt er. Die Erfolgsgeschichte des MIPM ist damit aber nicht beendet. Mit Tochter Jennifer steht schon eine Nachfolgerin parat, die heute bereits als Prokuristin zur Unternehmensspitze gehört.

„In unserem internationalen Geschäft steckt viel Herzblut“, sagt Rosenheimer zum am Mittwochabend verliehenen Preis für sein unternehmerisches Lebenswerk. Der Exportpreis sei „eine große Streicheleinheit und Balsam für die Unternehmerseele.“ Andreas Daschner

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