VERSICHERUNGEN

Welcher Schutz fürs Fahrrad sinnvoll ist

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Das Rad ist ein beliebtes Objekt von Dieben. Oft reicht aber schon die Hausratversicherung, um Ersatz zu bekommen.

Versicherungen bieten Schutz bei Radl-Diebstahl, ersetzen Reparaturkosten und leisten Pannenhilfe.

Was lohnt sich?

-Risiko Diebstahl: Über 300 000 Fahrräder werden jedes Jahr bei der Polizei als gestohlen gemeldet. Der Diebstahl ist die größte Gefahr für das Radl. Weil Fahrräder immer wertvoller werden – Elektrofahrräder kosten oft mehrere tausend Euro – ist der Verlust für den Eigentümer oft ein erheblicher finanzieller Einschnitt. Zwei Versicherungen bieten Schutz vor Diebstahl.

-Hausratversicherung: Die Hausratversicherung deckt den Einbruchdiebstahl, also wenn das Fahrrad aus einem abgeschlossenen Raum – etwa einer Garage – entwendet wird. Wem das zu wenig ist, muss eine zusätzliche Fahrradklausel vereinbaren, die den Drahtesel auch gegen einfachen Diebstahl schützt. „Neuere Policen versichern das Fahrrad rund um die Uhr gegen Diebstahl, auch wenn es im Freien parkt. Aber das Rad muss abgeschlossen sein“, sagt Bianca Boss vom Bund der Versicherten. Ältere Policen versichern den Fahrraddiebstahl oft nur zwischen 6 und 22 Uhr, danach nur mit Einschränkungen.

-Erstattungssumme: „In der Regel reicht der Schutz der Hausratversicherung aus“, sagt Boss. Die Versicherer erstatten in der Regel ein bis zwei Prozent der Versicherungssumme pro Fahrrad. Bei einer Summe von 70 000 Euro für den Hausrat macht das bei zwei Prozent 1400 Euro pro Fahrrad. Manche Versicherer bieten auch eine Erstattung von fünf Prozent an, was sich aber in deutlich höheren Beiträgen niederschlägt. Auch Elektrofahrräder, die nicht schneller als mit 25 Stundenkilometern unterwegs sind, sind in der Police erfasst. Die Versicherer ersetzen den Neuwert des Fahrrads, auch wenn es sich um einen älteren Drahtesel handelt.

-Fahrradversicherung: Wer ein sehr wertvolles Fahrrad besitzt, kann es über eine spezielle Fahrradversicherung schützen. Solche Policen werden meist von spezialisierten Versicherungsmaklern angeboten oder von Fahrradclubs. „Die Versicherungen sind aber kostspielig“, warnt Boss. Ein 3000 Euro teures Fahrrad kann man für rund 130 Euro im Jahr versichern, aber auch für mehr als 300 Euro. Das ist weit mehr, als der Zusatzbaustein der Hausratversicherung kostet, den jeder Versicherer individuell kalkuliert. Die Spezialpolicen übernehmen häufig auch Reparaturkosten.

-Fahrradschutzbrief: Schutzbriefe für das Fahrrad gewähren Hilfe, wenn das Rad geklaut wurde oder es zu einem Unfall kam. So werden zum Beispiel Transportkosten zur nächsten Werkstatt übernommen oder Kosten für ein Miet-rad. Oftmals steht eine 24-Stunden-Hotline zur Verfügung, die Adressen von Werkstätten in der Nähe nennt. Die Entschädigungsgrenzen sind zwar limitiert, aber auf Reisen mit dem Rad kann so ein Schutzbrief für zehn bis 15 Euro Beitrag im Jahr die Nerven schonen.

-Haftpflicht: Eine private Haftpflichtversicherung sollte jeder haben, also auch Radfahrer. So sind Schäden, die man anderen Personen oder dem Eigentum anderer zufügt, versichert. annette jäger / biallo

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