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Wasser und Milch aus der Kokosnuss

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Kokosnuss für die Küche

Exotisches ist beliebt. So hat es selbst Kokoswasser von den Philippinen oder aus Brasilien bis in unsere Supermärkte und Discounter geschafft.

Beworben wird das Getränk, das zu 90 Prozent aus Wasser besteht, speziell für Sportler oder zum Abnehmen. Zwar ist der Kaliumgehalt gar nicht so schlecht, Natrium ist allerdings nur in Spuren enthalten. Deshalb ist Kokoswasser nicht als isotonisches Getränk zu bezeichnen.

Manche Hersteller setzen ihrem Kokoswasser Zucker, Aromastoffe und Sonstiges zu. Ein Blick auf die Zutatenliste lohnt sich also auch hier. Entnommen wird das Wasser übrigens der grünen Kokosnuss. Sie steht rund fünf Monate vor der eigentlichen Ernte. In diesem Stadium hat die Nuss noch einen halben bis einen Liter Wasser in sich. Es wird frisch, tiefgekühlt oder als Konzentrat exportiert. Um es haltbar zu machen, muss Kokoswasser pasteurisiert werden. Dabei gehen wertvolle Inhaltsstoffe wie Vitamine verloren. Das unterscheidet es von dem direkt Gezapften in den Ursprungsländern. Alles in allem ist das Trendgetränk verhältnismäßig teuer und ernährungsphysiologisch unbedeutend. Auch die ökologische Sinnhaftigkeit ist zu hinterfragen. Schließlich wird das Getränk um die halbe Welt transportiert.

In vielen tropischen Ländern zählt die Kokosmilch zu den nahrhaften Grundnahrungsmitteln. Hierzulande ist das Produkt eine willkommene Zutat exotischer Rezepturen. Das Rahmgulasch braucht zwar immer noch seinen klassischen Schuss Sahne, das scharfe Thaicurry dagegen die süßlich, leicht nach Nuss schmeckende Kokosmilch. Sie lässt sich gut bevorraten, denn original verschlossen in Dose oder Tetrapack hält sie auch ungekühlt relativ lange. Ist die Verpackung geöffnet, sollte der Inhalt möglichst nach vier bis fünf Tagen verbraucht werden. Es empfiehlt sich grundsätzlich ein Umfüllen aus der Dose in ein Behältnis mit gut sitzendem Deckel.

Nun lässt sich die pflanzliche Milch zwar ähnlich wie Sahne verwenden. Wer allerdings glaubt, der Palmentrank sei quasi ein kalorisches Nichts und ein idealer Ersatz für die gehaltvolle Sahne, der irrt. Der Unterschied zwischen Schlagsahne und Kokosmilch ist nicht sehr groß: 100 Milliliter Kokosmilch enthalten rund 21 Gramm Fett, Schlagsahne in der gleichen Menge 30 Gramm. Doch Menschen mit einer Laktoseunverträglichkeit freuen sich über die Alternative. Für die Herstellung von Kokosmilch muss das Fruchtfleisch reifer Kokosnüsse fein gemahlen und anschließend ausgepresst werden. Die dicklich weiße Flüssigkeit wird zur Konservierung pasteurisiert und verpackt. Achtung! Einige Hersteller versetzen die Masse mit allerlei Zusatzstoffen. Wer das nicht mag, sollte die Zutatenliste auf Dose oder Packung genauer unter die Lupe nehmen. Die festen Bestandteile der Milch setzen sich gerne ab. Damit wieder eine homogene Masse mit allen wertgebenden Inhaltsstoffen entsteht, genügt ein kräftiges Schütteln oder einfaches Umrühren. Kokosmilch-Reste lassen sich gut, beispielsweise in Eiswürfelbehältern, einfrieren.

Exotische Süppchen

Zutaten: Zwei Zentimeter Ingwer, eine Zwiebel, ein Esslöffel Olivenöl, eine Karotte, ein Stück Knollensellerie geputzt, eine Dose stückige Tomaten, gekochte rote Linsen nach Geschmack, rund 500 Milliliter Wasser, ein Esslöffel scharfes Curry oder ein Teelöffel gelbe Currypaste, etwa 200 Milliliter Kokosmilch, frisches Koriandergrün, Salz

Zubereitung: Ingwer und Zwiebel schälen und hacken, Öl erhitzen, Zwiebel andünsten, Wurzelgemüse und Tomaten bzw. Linsen zugeben, leicht köcheln, mit 500 Milliliter Wasser aufgießen, kleine geschnittenen Ingwer zugeben, würzen, pürieren und je nach Geschmack mit Kokosmilch verfeinern. Mit Korianderblättchen bestreuen.

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