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Wohnen

Vonovia will Mietern in Energiekosten-Not nicht kündigen

Heizkosten
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Die Heizung aufdrehen - das ist für viele Menschen in Deutschland nicht mehr drin. Die Preise steigen weiter. Deutschlands größter Immobilienkonzern reagiert.

Die Heizkrise macht vielen Mieterinnen und Mietern schwer zu schaffen. Deutschlands größter Immobilienkonzern will deshalb zwar niemanden vor die Tür setzen, allerdings die monatlichen Abschläge erhöhen.

Berlin/Bochum - Deutschlands größter Immobilienkonzern Vonovia will Mieterinnen und Mietern nicht im Zusammenhang mit hohen Energiekosten kündigen. „Bei uns wird niemand eine Wohnung verlieren, nur weil die Heizkosten nicht gezahlt werden können“, zitierte die „Welt“ (Mittwoch) Vorstandschef Rolf Buch.

Man kümmere sich intensiv um einzelne Fälle, in denen Mieter wegen hoher Energiepreise in Schwierigkeiten geraten seien. Notfalls können Vereinbarungen über Ratenzahlungen getroffen werden. Der Konzern helfe auch bei der Suche nach staatlichen Unterstützungsleistungen. „Eine Kündigung wegen hoher Energiekosten werden wir nicht aussprechen.“

Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD) hatte kürzlich angekündigt, sie wollen Mieter angesichts der rasant steigenden Strom- und Heizkosten besser vor Kündigungen ihrer Verträge wegen Zahlungsrückständen schützen. Niemand solle wegen krisenbedingter Zahlungsprobleme seine Wohnung verlieren, hatte auch der Präsident des Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW), Axel Gedaschko, gesagt.

Angesichts der weiter stark steigenden Energiepreise verdoppelt Vonovia allerdings die monatlichen Abschläge für die Heizkosten seiner Mieter, wie die „Westdeutschen Allgemeine Zeitung“ (WAZ) online berichtete. Eine Konzernsprecherin sagte dazu am Dienstag auf dpa-Anfrage, das werde nicht sofort für alle 490.000 Wohnungen greifen, sondern nach und nach umgesetzt.

Zunächst habe man den Mieterinnen und Mietern frühzeitig geraten, selbst die monatlichen Abschläge zu erhöhen, um Vorsorge zu treffen vor zu erwartenden hohen Nachzahlungen. Zudem habe man über Möglichkeiten des Energiesparens informiert. „Wir sehen aber, dass wir noch mehr Vorsorge treffen müssen und sind nun einen Schritt weiter gegangen“, sagte die Sprecherin. Auch andere Unternehmen hätten die Monatsabschläge erhöht. dpa

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