Volkswagen schlägt Sparkurs ein

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autoindustrie Wolfsburg – Die neue Tochter Porsche hält Europas größten Autobauer auf Kurs.

Allerdings reicht der Schub durch die Sportwagenschmiede der Konzernspitze nicht aus. Der Vorstand schwenkt auf einen klaren Sparkurs ein und will stärker denn je alle Ausgaben auf den Prüfstand stellen. Striktes Sparen soll Volkswagen laut Finanzchef Hans Dieter Pötsch auf dem bis 2018 angepeilten Weg zur Weltspitze begleiten.

Die Börse reagierte höchst erfreut auf die Sparansagen: Die VW-Vorzugsaktie legte in der Spitze um fast fünf Prozent zu und war damit einsamer Spitzenreiter im Dax.

Nach den neusten Zahlen konnte der VW-Konzern zuletzt im dritten Quartal operativ zwar zulegen, hinkt seinen eigenen Planungen aber leicht hinterher. Mit nunmehr 8,56 Milliarden Euro Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) für die ersten neun Monate muss sich VW zum Jahresende strecken, um das 2013-Ziel von 11,5 Milliarden Euro zu erreichen. Zwischen Juli und Ende September verbuchte der Dax-Riese 2,78 Milliarden Euro Ebit. Das ist im Vergleich zum Vorjahresquartal ein Plus von 20 Prozent. Der Umsatz sank im selben Zeitraum leicht auf 47 Milliarden Euro, was auch an Wechselkursen liegt. Unterm Strich gab es Einbrüche, was jedoch an buchhalterischen Effekten aus der Porsche-Übernahme im Vorjahr liegt. Der Überschuss im dritten Quartal sank um 83 Prozent auf 1,91 Milliarden Euro.

Dass die Wolfsburger nach drei Quartalen mit 145,7 Milliarden Euro Umsatz leicht über Vorjahreswert liegen, verdanken sie ihrer jüngsten Tochter Porsche. Die Sportwagenschmiede steuerte in den ersten neun Monaten 9,65 Milliarden Euro Erlöse bei. Damit gleichen die Schwaben Rückgänge bei der Kernmarke VW-Pkw, Audi und Skoda von insgesamt 5,8 Milliarden Euro locker aus.  dpa

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