Die unterschiedlichen Mehrwertsteuersätze

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Absurd, verwirrend und schwer nachvollziehbar: Die Regeln zu den unterschiedlichen Mehrwertsteuersätzen von sieben und 19 Prozent sorgen regelmäßig für Ärger. Eingeführt wurde der reduzierte Mehrwertsteuersatz 1968.

Produkte, die dem Gemeinwohl dienen und für das Existenzminimum nötig sind, sollten dadurch privilegiert werden. Dabei geht es beispielsweise um Lebensmittel, Bücher oder Zeitungen, aber auch Leistungen im Nahverkehr oder Kulturangebote. 75 Prozent der ermäßigten Artikel sind Lebensmittel.

Der Staat lässt sich so jährlich etwa 23 Milliarden Euro durch die Lappen gehen. Mit dem einstigen Ansatz haben die Steuervergünstigungen aber oft nichts mehr zu tun, wie einige skurrile Beispiele zeigen:

Regulärer Steuersatz (19 Prozent) Ermäßigter Satz (sieben Prozent)

Wildschweine und Flusspferde Hausschweine

Süßkartoffeln Kartoffeln aller Art

Tomatenketchup und -soße Tomatenmark und -saft

Pilze und Trüffel, Pilze und Trüffel,

mit Essig haltbar gemacht ohne Essig haltbar gemacht

Babynahrung und Kinderkekse Katzenfutter und Hundekekse

Mineralwasser Gänseleber, Froschschenkel,

Wachteleier, Riesengarnelen

Frucht- und Gemüsesäfte Frisches Obst und Gemüse

Adventskranz aus Trockenpflanzen Adventskranz aus Frischmaterial

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