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Hitze in Deutschland

Uniper: Stromproduktion gefährdet – wegen Niedrigwasser im Rhein

Uniper
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Der niedrige Wasserstand im Rhein gefährdet laut Uniper den Kohlenachschub für das Kraftwerk Staudinger 5 in Hessen. (Archivbild)
  • Lisa Mayerhofer
    VonLisa Mayerhofer
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Der niedrige Wasserstand im Rhein gefährdet den Kohlenachschub für das Kraftwerk Staudinger 5 in Hessen. Uniper muss möglicherweise deshalb in den nächsten Wochen die Stromproduktion dort drosseln.

Düsseldorf – Die anhaltende Hitze und Trockenheit machen deutschen Gewässern wie Rhein, Donau oder Neckar zu schaffen. Das Niedrigwasser legt Fähren lahm, beschränkt die Schifffahrt; erste Boote müssen aus den Häfen des Bodensees an Land gezogen werden. Nun gefährdet der niedrige Wasserstand im Rhein sogar den Kohlenachschub für das Kraftwerk Staudinger 5 im hessischen Großkrotzenburg.

Uniper: Niedrigwasser im Rhein bedroht Stromproduktion des Kraftwerks Staudinger 5

Möglicherweise muss der Energiekonzern Uniper in den nächsten Wochen deshalb die Stromproduktion dort drosseln, wie ein Unternehmenssprecher am Donnerstag in Düsseldorf sagte. Auf dem Ad-hoc-Ticker der Energiebörse EEX berichtete das Unternehmen, aufgrund begrenzter Kohlevorräte könne es bis zum 7. September zu Unregelmäßigkeiten im Betrieb des 510-Megawatt-Kraftwerks kommen.

Das Kraftwerk Staudinger ist nach Unternehmensangaben das größte konventionelle Kraftwerk in Hessen. Aktuell wird allein der mit Steinkohle befeuerte Block 5 von Uniper am Strommarkt eingesetzt. Der mit Erdgas befeuerte Block 4 (622 Megawatt) werde durch den Netzbetreiber Tennet zur Netzstabilisierung und als Reservekapazität vorgehalten. Zusätzlich würden die Stadt Hanau und die Standortgemeinde vom Kraftwerk mit Fernwärme beliefert.

Niedrigwasser in Deutschland behindert Güterschifffahrt

Der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB) hatte erst am Mittwoch in Duisburg gewarnt: „Das aktuelle Niedrigwasser behindert in zunehmendem Maße die Güterschifffahrt in Deutschland. Die Schifffahrt zähle beim Transport von Kohle, Getreide, Futtermitteln, Baustoffen, Mineralöl, Containern und Industrie-Rohstoffen zu den „systemrelevanten Größen“, betonte der BDB. Die seit Wochen sinkenden Wasserstände, insbesondere an Rhein, Elbe und Donau, führen dazu, dass Schiffe nur noch einen Teil der sonst üblichen Ladung mitnehmen können, um nicht auf Grund zu laufen. (dpa/lma)

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