Trauer um Artur Fischer, Erfinder des Dübels

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Artur Fischer mit überdimensionalem Dübel. Er hat auch das Blitzlicht für Fotoapparate erfunden. foto: dpa

technik . Waldachtal – Der Patente-König und Dübel-Erfinder Artur Fischer ist tot.

Er starb im Alter von 96 Jahren in Waldachtal im Schwarzwald (Baden-Württemberg), wie die Fischerwerke mitteilten. Fischer sei nach einem erfüllten Leben „im Kreise seiner Familie friedlich zu Hause eingeschlafen“. Weltweit bekanntgeworden war Fischer mit seinen Kunststoff-Dübeln und dem Baukasten „Fischertechnik“. Mehr als 1100 Patente und Gebrauchsmuster hat er in Deutschland angemeldet, darunter das Blitzlicht für Fotoapparate. Der mit zahlreichen Ehrungen bedachte Unternehmer und Förderer junger Erfinder wurde am 31. Dezember 1919 in Waldachtal-Tumlingen geboren, dort lebte er auch bis zum Schluss. Nach Realschulabschluss, Schlosserlehre und Krieg ermöglichte ihm die Erfindung des Synchron-Blitzes den Aufbau einer eigenen Firma, die er 1948 gründete.

Zehn Jahre später gelang ihm mit dem Dübel der nächste Coup. Fischer schuf auch Stahlanker, Bohrgeräte und zementgebundene Befestigungen. Sein Familienunternehmen hat heute mehr als 40 Tochtergesellschaften in 32 Ländern, über 4100 Beschäftigte und einen Umsatz von knapp 661 Millionen Euro pro Jahr. Seit 1980 führt Sohn Klaus die Geschäfte.

Auch der Ort trauert um Artur Fischer, der am Freitag beerdigt wurde: „Wir verlieren mit ihm unseren Ehrenbürger und einen echten Unternehmer und Erfinder, der unsere Gemeinde weltweit bekanntgemacht hat“, sagte ein Vertreter des 5700-Einwohner-Ortes Waldachtal.  dpa

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