Topinambur: Die gesunde Wunderknolle

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wochenmarkt Topinambur ist eine Sonnenblumenart, an deren Wurzeln zahlreiche Knollen wachsen.

Die Alternative zu Kartoffeln schmeckt gebacken, gedünstet, püriert, roh, gekocht und mariniert als Salat. Die Schalen sind bräunlich bis violette, das Fleisch weiß bis cremefarben. Die knorrigen Wurzeln können auch ungeschält verzehrt werden.

Zwischen Oktober und Mai ist heimische Erntezeit, die Erträge sind mit zwei bis drei Dutzend Knollen pro Wurzel recht beachtlich. Topinambur ist winterhart, er verträgt Temperaturen bis zu minus 15 Grad. Die Knolle eignet sich bestens zum Ernten nach Bedarf. Wird der Boden in der frostigen Jahreszeit mit Heu oder Stroh abgedeckt, lassen sich die Knollen leicht aufspüren. Damit sich der Gemüseschatz nicht zu einer Plage auswächst, sollte regelmäßig geerntet werden. Topinambur-Pflanzen lassen sich auch gerne eintopfen, so sind sie leichter zu bändigen.

Schade, dass die wertvollen Knollen im 19. Jahrhundert weitgehend von der Kartoffel verdrängt wurden. Wer nämlich auf sein Gewicht achtet, unter Verdauungsproblemen oder Diabetes leidet, kann aus dem Gemüse viel mehr Vorteile ziehen. Im Vergleich zu Kartoffeln ist die Knolle wesentlich nährstoffreicher und kalorienärmer.

Der Geschmack ist nussig, gegart leicht süßlich. Topinambur enthält reichlich Inulin – nicht zu verwechseln mit Insulin. Inulin ist ein Kohlenhydrat, das den Blutzuckerspiegel kaum beeinflusst. Zudem wirkt der Stoff sättigend, quillt im Dickdarm auf und fördert so die Verdauung. Ein Pfund Topinambur enthält lediglich 150 Kilokalorien, jedoch viel Vitamin B1, Kalium und Eisen. Aber Achtung: Die blähende Wirkung der Knolle bedingt möglicherweise eine eingeschränkte Gesellschaftsfähigkeit.

Die Knollen werden bereits kurze Zeit nach der Ernte leicht schrumpelig, weil sie durch den Feuchtigkeitsverlust an Elastizität verlieren. Sie lassen sich am besten im Gemüsefach des Kühlschranks oder in feuchten Sand eingeschlagen an einem kühlen Platz lagern. Weiche Knollen erfrischen nach kurzer Zeit in kaltem Wasser.

Zu Topinambur passt in Butter gerösteter Sesam oder Semmelbrösel, aber auch Curry, Chili, ein Hauch Zimt, etwas Creme fraiche. Die Knollen sind eine schmackhafte Zutat zum Eintopf, eignen sich bestens als Suppe, als Rohkost oder beispielsweise gedünstet mit Senfsahne und frischem Koriander, als Püree in Kombination mit Kartoffeln und gerösteten Zwiebelringen, als Gratin zusammen mit Karotten, Knollensellerie und Kartoffeln, gebraten in Butter mit frischem Dill und Thymian und unzählige Rezepturen mehr.

Topinambur-Püree

(2 Personen)

Zutaten: 500 g Topinambur, 1 Zitrone, 200 g Kartoffeln, ca. 400 ml Milch, Salz, 1 Knoblauchzehe, 50 g Bergkäse geraspelt, Pfeffer, Salz, Muskat, 1 EL Butter

Zubereitung: Topinambur und Kartoffeln waschen und schälen, grob würfeln, gar kochen und Wasser abschütten. Gemüse mit Milch angießen, stampfen, mit Knoblauch und Gewürzen abschmecken, Käse unter das heiße Püree heben und sofort servieren. Dazu passt gut zum Beispiel Feld- oder Endiviensalat, Karottengemüse, Fisch, gebratenes Fleisch, Bratwurst oder gebratener Schafskäse.

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