Studenten können Zweitwohnsitz absetzen

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Wer für das Zweitstudium in eine andere Stadt zieht, kann die Wohnkosten steuerlich geltend machen – Voraussetzung hierfür: Es handelt sich um eine doppelte Haushaltsführung.

Das bedeutet, dass der Student auch in der Heimatstadt noch einen eigenen Hausstand haben muss. „Wer zu Hause bei seinen Eltern wohnt, hat noch keinen eigenen Hausstand“, sagt Uwe Rauhöft vom Bundesverband Lohnsteuerhilfeverein.

Wird in der elterlichen Wohnung etwas zur Miete beigesteuert, hängt das Ganze vom Einzelfall ab. „Es müssen mehr als zehn Prozent der monatlich anfallenden Haushaltskosten übernommen werden, damit man von einem eigenen Hausstand sprechen kann“, sagt Rauhöft. Das müsse dann nachgewiesen werden. Liegt eine doppelte Haushaltsführung vor, können monatlich bis zu 1000 Euro steuerlich geltend gemacht werden.

Das Finanzamt erkennt die Notwendigkeit einer Zweitwohnung aber nur dann an, wenn der Weg zur Uni von dort aus deutlich kürzer ist als vom Hauptwohnsitz. Konkret muss die Entfernung zwischen Hauptwohnung und Studienort mehr als doppelt so lang sein, wie die Entfernung zwischen der Zweitwohnung und der Uni.

Der Erstwohnsitz muss bei der doppelten Haushaltsführung außerdem nach wie vor den Lebensmittelpunkt darstellen. Die Hauptwohnung sollten Studenten daher regelmäßig aufsuchen – bei Ledigen in der Regel zweimal pro Monat. Dabei können die Fahrtkosten zusätzlich als Werbungskosten abgesetzt werden. Einmal pro Woche ist das maximal möglich.  dpa

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