Starinvestor gegen China

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George SorosHedgefonds-Manager und Milliardär

wette gegen renminbi . Davos/Peking – Eine „harte Landung“ prophezeit Starinvestor George Soros der chinesischen Wirtschaft.

Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos sagte der Milliardär der US-Nachrichtenseite „Bloomberg“: „Ich warte nicht darauf, ich beobachte es bereits.“ Er habe gegen rohstoffabhängige Volkswirtschaften und asiatische Währungen gewettet und lieber US-Staatsanleihen gekauft. Die chinesische Regierung hat Soros Aussagen offenbar als Kriegserklärung aufgenommen. Nun attackieren Chinas Staatsmedien den Starinvestor.

Unmittelbar nach seinen Aussagen hatte bereits Chinas amtliche Nachrichtenagentur in einem Kommentar jegliche Wetten gegen die chinesische Währung und einen negativen Blick auf Chinas Wirtschaft verurteilt. Spekulationen gegen die Landeswährung Renminbi könnten sogar juristische Konsequenzen nach sich ziehen, hatte die Agentur angedroht. Nun legte das Parteiblatt nach. „Soros’ Herausforderung an den Renminbi und den Hong Kong Dollar sind ohne Zweifel zum Scheitern verurteilt“, schrieb „People’s Daily“ („Volkszeitung“), das Parteiorgan der Kommunistischen Partei Chinas. Soros habe mit seinen Aussagen China den Krieg erklärt.

Der bekannte Hedgefonds-Manager und Milliardär ist schon oft hart mit Chinas Wirtschaftsplanern ins Gericht gegangen. Die Verteidigungshaltung der chinesischen Regierung zeigt, welchen Einfluss Soros immer noch hat. Seit er 1992 massiv gegen das britische Pfund spekulierte und dessen Abwertung erzwang, horchen Regierungen auf, wenn sie selbst zur Zielscheibe des Investors werden.  mm

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