Schoko-Osterhasen-Streit zu Ende

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Zweimal Goldhasen: Links von Lindt, rechts von Riegelein.

Urteil Karlsruhe – Der über ein Jahrzehnt währende Rechtsstreit um den wahren Schoko- „Goldhasen“ ist zu Ende: Nicht nur Lindt-Hasen dürfen golden glänzen.

Der Schweizer Schokoladenhersteller Lindt & Sprüngli ist vor dem Bundesgerichtshof (BGH) der bayerischen Confiserie Riegelein unterlegen. Die Firma Lindt war gegen den aus ihrer Sicht zu ähnlichen Gold-Hasen aus Bayern vorgegangen. Der BGH lehnte in einer in Karlsruhe veröffentlichten Entscheidung eine erneute Nichtzulassungsbeschwerde von Lindt ab. Damit ist endgültig ein Schlussstrich unter den Rechtsstreit gezogen.

„Wir sind sehr, sehr enttäuscht, müssen die Entscheidung aber akzeptieren“, sagte eine Lindt-Sprecherin. „Das ist das Ende dieses Streits in Deutschland“, sagte sie. Den eidgenössischen Süßwarenproduzenten wird das jedoch nicht abhalten, notfalls weiter gegen Nachahmer vorzugehen. Schließlich ist der Lindt’sche Goldhase mit dem roten Band als EU-Marke und in einzelnen Ländern markenrechtlich geschützt. Das stieß nicht nur der Confiserie Riegelein aus dem fränkischen Cadolzburg sauer auf: „Lindt ist keineswegs der Erfinder des Goldhasen. Sitzende, seitwärts blickende Schokohasen in Goldfolie besitzen eine lange Historie“, sagte der geschäftsführende Gesellschafter der Confiserie, Peter Riegelein.  dpa

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