Schneckenrennen gewinnt an Tempo

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Die Abkehr der Verbraucher vom Diesel dürfte das bisherige Schneckenrennen um die Elektromobilität beschleunigen.

Der Mitte 2016 eingeführte Umweltbonus der Bundesregierung hat das bislang nicht geschafft. Bis Ende Januar 2018 sind beim zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle dafür knapp 51 000 Anträge eingegangen. Die entfallen zu drei Fünfteln auf vollelektrische Autos und zu zwei Fünfteln auf Hybrid-Modelle mit E-Antrieb und Verbrenner. Am meisten profitiert hat davon BMW. Auf die Münchner entfallen ein Fünftel aller Anträge.

Die eigentlich zur Verfügung stehende Fördersumme von insgesamt 600 Millionen Euro bis Mitte 2019 ist bislang nur zu gut einem Zehntel ausgeschöpft und anders als die seinerzeitige Abwrackprämie zumindest vorerst kein Renner. Nun drohende Diesel-Fahrverbote könnten auch das ändern. Erkennbar nach oben ist es jedenfalls mit den Anträgen schon in den letzten Monaten gegangen. Seit Oktober 2017 liegen sie bei über 4000 Anträgen monatlich. Im Januar 2018 haben damit mehr als doppelt so viele Käufer einen Antrag auf Umweltprämie gestellt wie im vorjährigen Vergleichsmonat. Im internationalen Vergleich ist Deutschland ein elektromobiler Nachzügler. Bis Ende 2017 wurden 92 000 Elektroautos zugelassen. Nach Ländern ist das Rang acht. An der Spitze steht China mit gut 1,2 Millionen Stromern, gefolgt von den USA mit 751 000 und Japan mit 201 000. In Europa steht Norwegen mit einem E-Autobestand von 187 000 Fahrzeugen an der Spitze vor Frankreich mit 149 000 Stromern. Großbritannien und Niederlande kommen jeweils auf gut 120 000 Elektroautos.  tmh

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