Schlüsseldienst-Versicherung lohnt selten

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verbraucher. Sich auszusperren, wird schnell teuer.

Für solche Fälle gibt es spezielle Versicherungen, die Kosten für einen Schlüsseldienst abdecken. Verbraucherschützer sehen sogenannte Wohnungsschutzbriefe aber kritisch. Diese kosteten jährlich zwischen 20 und 60 Euro, erklärt Christian Biernoth von der Verbraucherzentrale Hamburg. Dabei könnten Verbraucher jahrelang Beiträge zahlen, ohne jemals von der Versicherung Gebrauch zu machen. „Wie wahrscheinlich ist es, dass ich einen Schlüsseldienst brauche?“, gibt der Versicherungsexperte zu bedenken.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) führt dagegen an, dass ein Wohnungsschutzbrief Verbraucher davor bewahre, an einen möglicherweise unseriösen und überteuerten Schlüsseldienst zu geraten. Denn im Notfall schickt die Versicherung einen Dienst ihrer Wahl vorbei.

Nach Ansicht des Bundes der Versicherten (BdV) sind diese Zusatzversicherungen aber unnötig, auch weil sie teilweise den entstandenen Schaden nur bis zu einer gewissen Höhe decken, sagt BdV-Sprecherin Bianca Boss. Verbraucherschützer Biernoth ergänzt: „Es wird außerdem nur die einfache Türöffnung und das provisorische Schloss bezahlt.“ Es könnten also trotz Schlüsseldienst-Versicherung weitere Kosten entstehen. Es sei somit besser, das Geld für einen solchen Fall selbst auf die Seite zu legen.

Grundsätzlich solle man schon am Telefon die Kosten für den Schlüsseldienst (mit Anfahrt) erfragen.  dpa

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