GARTENTIPP DER WOCHE

Ringelblume: Ein Liebling der Insekten

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Bunte Sommerblumen sind eine Augenweide. Pflanzt man an verschiedenen Stellen Ringelblumen dazwischen (unten in Orange und zweifarbig), tut man auch Insekten, zum Beispiel den Bienen, einen Gefallen. Ringelblumen gedeihen auch gut auf dem Balkon.

Strahlend orange, sonnengelb, rötlich oder gar zweifarbig leuchten die Blüten der Ringelblume nun.

Die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie stellen die Pflanze vor.

Die Ringelblume (Calendula officinalis) ist eine sehr pflegeleichte Pflanze. Nach der Aussaat im Frühjahr wachsen die Pflanzen schnell, wenn die Tage wärmer werden und mit steigenden Temperaturen aufwarten. Die Blütenknospenbildung beginnt schon bald nachdem sich die ersten Blattpaare gebildet haben. Von Juni bis Oktober oder sogar bis zum Frost entfaltet die Ringelblume ihre etwa vier Zentimeter großen Korbblüten. Sowohl die verzweigten Stängel wie auch die grünen Laubblätter sind mit feinen, kurzen Haaren überzogen. Mit einer Höhe von 30 bis 50 Zentimetern findet die Ringelblume fast überall noch einen Platz. Sie liebt einen sonnigen Platz in lehmigen, (mäßig) nährstoffreichen Boden. Bei der Bepflanzung eines Gefäßes nimmt man Blumenerde. Dort wo sie zu dicht, zu schattig oder zu trocken steht, zeigt die Pflanze manchmal Befall von Echtem Mehltau, Blattflecken und Blattläusen.

Nach etwa vier bis fünf Tagen endet das Leben einer Blüte. Doch stetig kommen neue nach. Eine lange Blütezeit der Pflanze ist zu erwarten, wenn Verblühtes weggezupft wird. Erst im Herbst lässt man alte Blütenstände stehen und ausreifen, um Samen für die Aussaat im nächsten Jahr zu ernten. Wenn sie sich nicht selbst aussamen lassen dürfen, sät man Ringelblumen im April direkt an Ort und Stelle ins Freie. Stehen die Pflanzen dann zu dicht, entfernt man einfach ein paar und pflanzt sie um.

Eine Voranzucht im Haus ist ebenfalls möglich. Dann werden die jungen Pflanzen ab Mitte April (je nach Witterung) an den vorgesehenen Ort gepflanzt. Bei einer Selbstaussaat kann es sein, dass die hakenartigen Samen schon im Herbst keimen und als kleine Pflänzchen überwintern. Dann blüht die Ringelblume besonders bald.

Die Ringelblume zählt zu den Lieblingsblumen verschiedener Insekten. Honig- und Wildbienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere besuchen die Blüten, um Pollen und Nektar zu sammeln. Auch viele Nützlinge freuen sich über das Nahrungsangebot. Zu ihnen gehören Schwebfliege und Florfliege. Während die erwachsenen Tiere Pollen und Nektar der Blüten benötigen, sind die Larven wertvolle Blattlausvertilger.

Durch ihre unkomplizierte und pflegeleichte Art ist es sinnvoll, Ringelblumen an verschiedenen Stellen im Garten wachsen zu lassen. Sei es auf Baumscheiben von Obstgehölzen, als Lückenfüller im Gemüsegarten oder Staudenbeet. In einjährigen Sommerblumenmischungen ist die Ringelblume ebenfalls vertreten. Der Garten erlebt durch die farbigen Korbblütler nicht nur eine optische Aufwertung, besonders wichtig ist die Anziehungskraft auf Nützlinge. Diese können dann gleich bei Schädlingsbefall eingreifen; seien es Blattläuse an Bohnen, Apfel oder Rosen. Ungefüllten oder nur schwach gefüllten Sorten sollte man den Vorzug geben, nur sie bieten Nahrung.

Nicht nur, dass die Ringelblume dem Garten und der Natur Gutes tut, sie gehört zu den bekanntesten Heilkräutern. Die Blüten sind für ihre heilenden Inhaltsstoffe bekannt. Die Ringelblumensalbe kennen sicherlich viele. 2009 wurde die Ringelblume „Heilpflanze des Jahres“. Die leuchtenden Blüten sind aber auch essbar und finden sich in Tees wieder. Sommersalate und andere Köstlichkeiten können mit den bunten Zungenblüten dekoriert werden.

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