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Ruhestand

Rente: Aktienfonds, Eintrittsalter, Zuschüsse - Auf was sich die Ampelkoalition geeinigt hat

Rentner joggt über eine Brücke (Symbolbild)
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Die Ampel will am Renteneintrittsalter trotz der Sorgen vieler Fachleute nicht rütteln.
  • Patrick Freiwah
    VonPatrick Freiwah
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Wie geht es mit Deutschlands Rentensystem weiter? Diese Frage wird im neuen Koalitionsvertrag weitestgehend beantwortet - zumindest für die nächsten vier Jahre.

Berlin/München - Das künftige Regierungsbündnis hat sich auf einen Koalitionsvertrag geeinigt, der für die Bevölkerung manche gravierende Neuerung bereithält. Auch das hitzig diskutierte Thema Rente* und Altersvorsorge findet in der schriftlichen Ausarbeitung der Ampel aus SPD, Grüne und FDP Erwähnung. Wir erklären die wichtigsten Punkte im Hinblick auf das deutsche Rentensystem:

Deutsches Rentensystem: Regierungskoalition einigt sich auf folgende Beschlüsse

  • Die Regierung verzichtet auf Rentenkürzungen und ein höheres gesetzliches Renteneintrittsalter. Das Niveau der Mindestrente soll dauerhaft 48 Prozent betragen. Das offizielle Einstiegsalter für die gesetzliche Rente wird entgegen der Warnung mancher Experten weiterhin 67 Jahre betragen.
  • Der Rentenbeitrag wird in der anstehenden Legislaturperiode die 20-Prozent-Marke nicht übersteigen. Aktuell liegt dieser Wert für deutsche Arbeitnehmer bei 18,6 Prozentpunkten.
  • Nach dem Willen der SPD* sollten auch Selbstständige, Freiberufler sowie Beamte und Politiker in Zukunft in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Zumindest eine Beitragspflicht für Staatsbedienstete findet im Koalitionsvertrag jedoch keine Erwähnung. Bei Selbstständigen und Freiberuflern ist das anders: Sie sollen künftig in die Rentenversicherung einzahlen, sofern sie nicht bereits anderweitig abgesichert sind.

Rente: Einstieg in die Kapitaldeckung

  • Um das derzeitige Rentenniveau beibehalten zu können und eine weitere Anhebung des Eintrittsalters* abzuwenden, plant die Ampel eine teilweise Kapitaldeckung der gesetzlichen Rente - mit Aktienfonds, die von einer öffentlich-rechtlichen Stelle professionell verwaltet werden. Im ersten Schritt soll 2022 auf den globalen Finanzmärkten eine Summe von zehn Milliarden Euro investiert werden. Der Plan lautet, mit einem Börsengang das ansonsten umlagefinanzierte deutsche Rentensystem zu stärken - und dem demografischen Wandel entgegensteuern. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) fordert bereits länger einen Staatsfonds, der sich in Ländern wie Schweden bewährt hat.
  • Darüber hinaus hat sich die Ampelkoalition darauf geeinigt, dass der 2018 ausgesetzte Nachholfaktor* wieder eingeführt wird. Das bedeutet, dass zuletzt ausgefallene Rentenkürzungen in wirtschaftlich guten Jahren zumindest nachgeholt werden können.

Rentenpläne der Ampel - Kritik vom Institut für Weltwirtschaft

Wie bewerten Experten den Rentenplan des Ampelbündnisses aus SPD, Grüne und FDP*? Wenn es nach dem Institut für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel geht, habe die Strategie der nächsten Regierung Luft nach oben. Zwar bezeichnet das IfW den Einstieg in die Kapitaldeckung als „löblich, auch wenn dafür wahrscheinlich zusätzliche Schulden aufgenommen werden“. Der Staat würde sich jedoch im kommenden Jahr „mit Krediten vollsaugen“, so die Prognose gegenüber AFP. Außerdem werde das deutsche Rentensystem „eher verwaltet, als wirklich den demografischen Herausforderungen zu begegnen“, so die Wirtschaftsexperten.

Wer früher in Rente gehen möchte, sollte aufpassen. Beim vorzeitigen Renteneintritt gibt es einige Dinge zu beachten, die frühzeitig geklärt werden sollten. Ein Überblick. (PF) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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