INTELLIGENTE GERÄTE

„Zum Glück braucht es dazu noch den Menschen“

Stefan Besold re
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Stefan Besold re

Rosenheim – Stefan Besold ist bei Media Markt Rosenheim zuständig für den Bereich Smart-Home-Haustechnik.

Seit knapp einem halben Jahr, sagt er den OVB-Heimatzeitungen auf Nachfrage, steige das Interesse an intelligenten Geräten. Die Sprachassistenten sieht er als Türöffner.

Smart Home ist gar nicht so neu, aber Sie sagen, es ist jetzt erst bekannter geworden?

Das Thema Sprachsteuerung hat Smart Home bei der breiten Masse ankommen lassen. Vor gut einem Jahr beschränkte sich das Interesse eher auf smarte Produkte wie vernetzte Rauchmelder, Thermostate oder Heimüberwachung. Vieles andere erschien zu teuer oder zu speziell.

Wie gelingt der Einstieg in smarte Technik – schließlich kann und will sicher niemand von heute auf morgen sein Zuhause komplett umrüsten.

Unserer Erfahrung nach ist intelligente Beleuchtung etwas, womit man einfach und unkompliziert smarte Haustechnik erleben kann: Durch Sprachsteuerung kann man beispielsweise das Licht an- oder ausschalten und Farbwechsel anordnen. Smarte Fernseher sind ebenso gefragt.

Was kann ein intelligenter Fernseher?

Hier läuft alles sprachgesteuert: Ein- und ausschalten, Lautstärke, selbst der Sender wechselt auf Befehl. Man muss dazu nicht aufstehen oder die Fernbedienung zur Hand nehmen.

In welchen smarten Geräten sehen Verbraucher den größten Nutzen?

Haustechnik war und ist der Bereich, in dem intelligente Lösungen Sinn machen. Das fängt bei der Steuerung der Heizung an, reicht von der Überwachung des Eingangsbereichs bis zur smarten Türklingel. Es kommt für Kunden immer darauf an, ob der Nutzen die Investition rechtfertigt: Da ist es angenehm, wenn man schon vom Büro aus oder auf der Heimreise festlegen kann, dass die Heizung zwei Stunden vorher anläuft. Die Kamera im Kühlschrank, die mir beim Einkaufen mitteilt, wieviel Milch noch da ist, scheint für viele noch verzichtbar.

Wie besorgt sind Kunden um ihre Sicherheit?

Das Thema wird immer wieder angesprochen und wir weisen darauf hin, dass der jeweilige Hersteller eigene Sicherheitshinweise mitliefert. Ein Aspekt ist dabei stets, dass intelligente Geräte immer online sind und dass Daten gespeichert werden, auch wenn die Hersteller versichern, dass diese geschützt sind. IP-Cams, Überwachungskameras, sind mehrfach verschlüsselt und relativ sicher.

Mit was überrascht Smart Home demnächst?

Die Vernetzung steigt weiter. Roboter haben wir mit den intelligenten Staubsaugern bereits im Haus – für die meisten Lösungen braucht es zum Glück nach wie vor den Menschen. sen

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