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Gewaltverbrechen in Mühldorf am Inn: Eine Person tot – mutmaßlicher Täter festgenommen

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Gewaltverbrechen in Mühldorf am Inn: Eine Person tot – mutmaßlicher Täter festgenommen

Mühldorf am Inn – Großeinsatz der Polizei am Sonntagabend (14. August) in Mühldorf: Eine Person …
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Ehrungen auf der Jahresversammlung

Zukunftssorgen der Friseurinnung Altötting-Mühldorf dämpfen die Feierlaune

Obermeisterin Helga Wimmer (von rechts) ehrte Angela Reinthaler und Sabine Marquart. Mit auf dem Bild die neugewählte Kassenprüferin Nadine Stallwanger und Markus Saller, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft.
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Obermeisterin Helga Wimmer (von rechts) ehrte Angela Reinthaler und Sabine Marquart. Mit auf dem Bild die neugewählte Kassenprüferin Nadine Stallwanger und Markus Saller, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft.

Ehrungen, der Jahresrückblick und aktuelle Themen standen im Mittelpunkt der Jahresversammlung der Friseurinnung Altötting/Mühldorf im Wirtschaft Service Zentrum Töging. Neben der Ausbildungsplatzproblematik sorgt sich Obermeisterin Helga Wimmer um Bürokratismus und erhebliche Umsatzeinbußen.

Töging – Wimmer dankte zunächst den scheidenden Mitgliedern Angela Reinthaler aus Heldenstein und Reinhard Österreicher aus Mühldorf für ihre Verdienste in der Friseurinnung Altötting/Mühldorf. Beide waren jahrzehntelang im Gesellenprüfungsausschuss, im Ausschuss für Lehrlingsstreitigkeiten und im Rechnungsprüfungsausschuss aktiv. Reinthaler war zudem Stellvertretende Obermeisterin und Österreicher erhielt 2002 den „Goldenen Meisterbrief“. Ein großer Dank ging auch an Wimmers Mitarbeiterin Sabine Marquart für deren 25-jährige Betriebszugehörigkeit: „Sabine ist immer zur Stelle, wenn sie gebraucht wird, ob im Betrieb oder bei der Innungsarbeit.“

Die Obermeisterin berichtete, dass 51 Mitglieder der Innung angehören. Zwei Abgängen standen, mit Nadine Zeiler aus Pleiskirchen und Nicole Orth aus Töging, zwei Zugänge gegenüber.

Wegen des Lockdowns fanden nur wenige Veranstaltungen, meist online, statt. Zur Freude der jungen Gesellinnen war eine Freisprechungsfeier im kleinen Rahmen möglich. Aktuell besuchen 42 Azubis die Berufsschule in Altötting. 16 Teilnehmer schlossen im Gesellenprüfungsteil I mit einem Notendurchschnitt von 2,69 und 20 Teilnehmer im Teil II mit 3,15 ihre Prüfung ab.

Ausbildungsplätze haben sich seit 2001 mehr als halbiert

Besorgt zeigte sich die Obermeisterin darüber, dass die Ausbildungsplätze im Zeitraum von 2001 bis 2021 ein erhebliches Minus von 57 Prozent aufweisen. Frustriert äußerte sich Wimmer zu den Schwierigkeiten im mittlerweile dritten Pandemiejahr: „Es sind zwar einige Maßnahmen wie der Infektionsschutz ausgelaufen, trotzdem blieben erhebliche Umsatzeinbußen und massive Veränderungen in den Beschäftigungsverhältnissen und bei den Ausbildungszahlen haften.“

Die Kostenexplosion auf der einen und die verschlechterte Konsumlaune der Kunden auf der anderen Seite seien mit Grund, weshalb man immer noch weit weg von der „Normalität“ der vorherigen Jahren sei. Wimmer beklagte zudem den Bürokratismus, der sowohl den Betrieben wie auch den Handwerksorganisationen vom Staat auferlegt wurden. So müssen die Innungen nun ein elektronisches Postfach vorhalten und unterliegen ab dem nächsten Jahr teilweise der Umsatzsteuerpflicht.

„Die politische Forderung, die Mehrwertsteuer für Friseurleistungen auf sieben Prozent zu senken, muss weiterhin auf der Agenda stehen“, konkretisierte die Obermeisterin. Erleichtert zeigte sie sich, dass der Zoll sehr aktiv war, um die „Schwarzarbeit“ zu bekämpfen. Schwer zu verfolgen seien allerdings nach wie vor die illegalen Friseurleistungen, die von den schwarzen Schafen der Branchein Privathaushalten erbracht werden.

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Markus Saller, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, legte die Zahlen zur Jahresrechnung 2021 und zum Haushalt 2022 vor. „Im Moment erwirtschaftet die Innung jährlich ein kleines Minus“, so Saller. Hier sollte man ab 2023 gegensteuern. Die Kassenprüfer Maria Lederbauer und Angela Reinthaler hatten nichts zu beanstanden und beantragten die Entlastung. Da Reinthaler nicht mehr zur Wahl stand, wurde Nadine Stallwanger als neue Kassenprüferin einstimmig gewählt.

Daniel Grahovac, Betriebswirt und Fachwirt für Versicherungen vom „Münchener Verein“, wies in seinem Vortrag auf die Notwendigkeit hin, eine mögliche Berufsunfähigkeit abzusichern, und präsentierte Vorsorge- und Versicherungslösungen für den handwerklichen Bereich.

re/MN

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