Wirtschaftsbarometer für Stadt und Landkreis Rosenheim: Region zehrt von „robuster Lage“

Die Geschäftserwartungen im Vergleich zwischen Rosenheim und dem Trend in Deutschland. Klinger
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Die Geschäftserwartungen im Vergleich zwischen Rosenheim und dem Trend in Deutschland. Klinger

Die aktuellen Ergebnisse des Wirtschaftsbarometer belegten erneut die robuste wirtschaftliche Lage in der Region. In dieser monatlichen Umfrage der Fakultät für Betriebswirtschaft an der Technischen Hochschule Rosenheim (TH) erreichte der Saldo aus positiven und negativen Beurteilungen gute + 26,8.

Rosenheim – Die Geschäftsaussichten für die kommenden sechs Monate sind dagegen leicht negativ, der Saldo erreichte nur - 6,9. Zum Vormonat war er damit nahezu unverändert.

Die vergleichbaren Werte des ifo-Institutes waren für die Geschäftslage erheblich schwächer, so wurde hier nur ein neutraler Saldo von + 1,6 ermittelt. Dieser stellt aber zum Vormonat (- 4,4) eine spürbare Verbesserung dar. Im Gegensatz dazu verschlechterten sich die Geschäftserwartungen auf - 5,5, vor einem Monat waren sie noch leicht positiv (+ 2,3).

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Nach Angaben der TH ist dabei allerdings zu berücksichtigen, dass die Umfrage Mitte Oktober durchgeführt wurde und die aktuelle Diskussion über strengere Kontaktregelungen damals noch nicht so akut geführt wurde.

Umfrage zu den Mitarbeiterzahlen

Zum Quartalsende wurden die teilnehmenden Unternehmen wieder zu Ihren Planungen in Bezug auf die Mitarbeiteranzahl und die Investitionen befragt. Aktuell planen nun wieder 15 Prozent der Betriebe zusätzliche Mitarbeiter einzustellen und nur 13 Prozent, den Personalbestand zu reduzieren. Im Vorquartal waren die Betriebe, die Personal abbauen wollten, mit 20 Prozent noch in der Mehrheit, einen Aufbau planten damals nur 13 Prozent der Unternehmen.

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Tatsächlich ist es nur das verarbeitende Gewerbe, in dem gut jedes Dritte Unternehmen einen Personalabbau plant. Im Dienstleistungssektor wollen vier Prozent den Personalbestand reduzieren, im Einzelhandel gab dies kein Teilnehmer an. Im Dienstleistungssektor will dagegen jedes fünfte Unternehmen Mitarbeiter einstellen, im Einzelhandel 13 Prozent der Unternehmen, im verarbeitenden Gewerbe nur sieben Prozent.

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In Bezug auf die Investitionsplanungen ist es erneut vor allem das verarbeitende Gewerbe, das Kürzungen plant (36 Prozent), aber auch jedes vierte Unternehmen im Einzelhandel hat dies vor. Im Dienstleistungssektor sind mit 21 Prozent die Unternehmen in der Mehrheit, die Investitionen erhöhen möchten, gegenüber 13 Prozent, die Kürzungen planen.

Die Geschäftslage im Raum Rosenheim scheint sich weiter zu erholen. Klinger

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