Wirtschaftsbarometer für Stadt und Landkreis Rosenheim: Pessimismus macht sich breit

Die Geschäftserwartungen im Vergleich zwischen Rosenheim und dem Trend in Deutschland. Grafik: Klinger
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Die Geschäftserwartungen im Vergleich zwischen Rosenheim und dem Trend in Deutschland. Grafik: Klinger

Auch wenn die Unternehmen die Geschäftslage aktuell noch als leicht positiv bewerten – die Ergebnisse des Wirtschaftsbarometers Rosenheim zeigen, dass in puncto Geschäftserwartungen der Pessimismus vorherrscht.

Rosenheim – Die aktuellen Ergebnisse des Wirtschaftsbarometer Rosenheim, ergaben spürbar schlechtere Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate. Der Saldo aus positiven und negativen Prognosen der Unternehmen sank um fast zwölf Punkte auf pessimistische -18,3. Das Wirtschaftsbarometer Rosenheim ist eine monatliche Umfrage der Fakultät für Betriebswirtschaft an der Technischen Hochschule Rosenheim bei Unternehmen in Stadt und Landkreis Rosenheim.

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Die aktuelle Lage wurde mit einem Saldo von + 33,7 überraschend gut bewertet. Allerdings wurde die Umfrage in der ersten Novemberwoche, also vor den erneuten Einschränkungen durchgeführt. Der Saldo erreichte damit fast den Wert von Februar 2020 mit 37,8.

Deutschlandweit die selbe Tendenz

Die vergleichbaren Werte des ifo-Institutes für Deutschland entwickelten sich tendenziell gleich. Der Saldo für die Geschäftslage konnte sich auf + 6,9 verbessern und ist unverändert nur leicht positiv. Die Geschäftserwartungen fielen allerdings nur geringfügig von - 5,5 auf wieder leicht pessimistische - 8,4. So zieht das ifo Institut auch das Resümee: Die Geschäftsunsicherheit ist gestiegen. Die zweite Corona-Welle hat die Erholung der deutschen Wirtschaft unterbrochen.

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In der aktuellen Frage des Monats wurden die teilnehmenden Unternehmen gefragt, welche Änderungen Sie im Hinblick auf das Coronavirus umgesetzt haben. An erster Stelle liegt mit 61 Prozent der Ausbau von Homeoffice-Möglichkeiten, gefolgt von mehr digitalen Tools in der Zusammenarbeit (43 Prozent). Gut jedes dritte Unternehmen nutzte die Möglichkeit der Kurzarbeit. Lediglich sechs Prozent gaben an, dass es wegen des Coronaviruses zu Kündigungen kam.

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In einer offenen Frage zu dieser Thematik gab eine Vielzahl von Unternehmen an, Hygienekonzepte entwickelt zu haben und durch Teilung beziehungsweise versetztem Arbeiten von Gruppen, die Infektionsrisiken zu minimieren.

Die Geschäftslage im Raum Rosenheim ist immer noch leicht positiv. Grafik: Klinger

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