„Wir müssen weiterhin Gestalter bleiben“

Geschäftsführer Josef Gigler ist stolz darauf, dass sein Unternehmen seit Ende Juni zu den Top 100 gehört.
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Geschäftsführer Josef Gigler ist stolz darauf, dass sein Unternehmen seit Ende Juni zu den Top 100 gehört.

Neubeuern – Altes loslassen und Neues wagen: Seit dem 19. Juni gehört das Unternehmen Holz-Design Gigler zu den Top 100.

Bereits zum 27. Mal fand der Innovationswettbewerb „Top 100“ statt, bei dem die innovativsten Unternehmen des deutschen Mittelstands ausgezeichnet werden.

Das Unternehmen aus Neubeuern beeindruckte die Jury in der Größenklasse A (bis 50 Mitarbeiter) in den Kategorien „Innovative Prozesse und Organisation“ sowie „Außenorientierung/Open Innovation“. „Natürlich freue ich mich wahnsinnig drüber“, sagt Geschäftsführer Josef Gigler (48) gegenüber den OVB-Heimatzeitungen.

364 Unternehmen haben sich um das Top 100-Siegel beworben, heißt es in einer Pressemitteilung. Davon waren 257 in drei Größenklassen erfolgreich. Die Klassen sind aufgeteilt in die Kategorien bis 50 Mitarbeiter, 51 bis 200 Mitarbeiter und mehr als 200 Mitarbeiter. Die Unternehmen, so auch Holz-Design Gigler, mussten sich 120 Prüfkriterien unterziehen. Darunter zum Beispiel, wie Innovationsprozesse im Unternehmen organisiert werden, wie sich das Arbeitsfeld der Mitarbeiter gestaltet oder auch, welche Innovationsstrategien verfolgt werden.

Gemeinsam mit Hochschulen, Studierenden und Partnern drängt Gigler in die Zukunft der computergestützten Architektur. Schon heute kann Giglers Team mit dem Unternehmensfeld „Freiform“ Strukturanalysen aus der Natur gewinnen und sie als Sonderanfertigung mit dem Roboter produzieren. In naher Zukunft können Roboter Objekte aus Holz auch standortunabhängig zuschneiden oder lackieren, ist Gigler überzeugt. Der Schreinermeister, Konstruktionstechniker und Baubiologe betont aber auch: Wenn es um den verantwortungsvollen Einsatz neuer Technologien geht, sei der Mensch gefragt. „Das Hirn darf sich nicht zurückentwickeln“, sagt Gigler. Die Technik soll Mensch und Natur unterstützen, nicht aber ersetzen. „Wir müssen weiterhin Gestalter bleiben.“

Hightech und Handwerkskunst gehören für ihn zusammen: „Schon lange sind bei uns alle Betriebsprozesse vernetzt und digitalisiert, sodass wir uns ganz dem eigentlichen kreativen Prozess zuwenden können“, sagt er. Sein Erfolgsgeheimnis? Fleiß, Neugier, Interesse, Verantwortungsbewusstsein und Disziplin.

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