Weniger Azubis im Kreis Traunstein

Traunstein – In den Betrieben aus Industrie, Handel und Dienstleistungen sind im Landkreis Traunstein im vergangenen Jahr insgesamt 720 Auszubildende ins Berufsleben gestartet.

Das bedeutet ein Minus von 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie die IHK für München und Oberbayern mitteilt. Im Jahr 2018 hatte die Zahl neuer Azubis mit 753 ein Rekordhoch erreicht.

Viele Lehrstellen blieben 2019 mangels Bewerber unbesetzt. Die Agentur für Arbeit sprach zuletzt von mehr als 170 unbesetzten Ausbildungsplätzen im Landkreis Traunstein.

Nikolaus Binder, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Traunstein, unterstrich die hohe Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen: „Die Betriebe wissen: Ausbildung bedeutet Zukunft.“ Er forderte eine noch bessere Berufsorientierung an den Schulen und mehr Praxisnähe, um die Vorzüge der beruflichen Bildung deutlicher in den Vordergrund zu stellen.

Bei den Top-IHK-Lehrberufen führen im Landkreis Traunstein die Kaufleute im Einzelhandel, gefolgt von Verkäufern und Industriemechanikern sowie Mechatronikern. Bei den Mädchen liegen die Industriekauffrauen an der Spitze, bei den Buben teilen sich die Industriemechaniker und die Mechatroniker den ersten Platz. Insgesamt starteten IHK-Azubis in 78 verschiedenen Berufen von Anlagemechanikern bis zu Zerspanungsmechanikern. Die IHK betreut im Kreis Traunstein 397 Ausbildungsbetriebe.

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