Wegen Corona: 30 Prozent weniger Umsatz für ORO Obstverwertung Rohrdorf

Leere Kisten stapeln sich bei der ORO Obstverwertung eG, Rohrdorf. Durch die Schließung der Gastronomie, von Schulen, Kindergärten und Kantinen geht der Umsatz zurück. Steffenhagen

Rund 40000 Zentner Äpfel werden von der ORO Obstverwertung Rohrdorf in einer durchschnittlichen Saison verarbeitet und zu rund 1,4 bis 1,5 Millionen Liter Apfelsaft verwandelt. Der sonst gute Absatz der Fruchtsaftgetränke aus Rohrdorf ist mit dem Auftreten des Coronavirus jedoch stark zurückgegangen

Rohrdorf –. Durch die Schließung der Gastronomie, Schulen, Kindergärten und Kantinen ist ein Umsatzrückgang von gut 30 Prozent gegenüber einem durchschnittlichen Monat zu erwarten.

Deshalb kann Joachim Wiesböck, Geschäftsführer des Obstverwerters, Kurzarbeit für seine Belegschaft für die nächsten Monate nicht mehr ausschließen. ORO beschäftigt derzeit 16 Mitarbeiter und wirbt mit Regionalität. „Wir sind ein ausschließlich regional tätiges Unternehmen und setzen bewusst nur auf Streuobst aus unserer Region“, sagt Wiesböck.

+++

Tipp der Redaktion: Kennen Sie schon unseren kostenlosen Feierabend-Newsletter? Die Top-Themen der Region um 17 Uhr per E-Mail – sauber ausrecherchiert und aufgeschrieben von Ihrer OVB-Redaktion. Jetzt Newsletter ausprobieren!

+++

Dieses Regionalitätsprinzip setzt sich schließlich dann auch im Vertrieb fort, denn Abnehmer der Fruchtsäfte sind vorrangig die heimischen Verbraucher. Ein Teil der Produktion wird über den regional ansässigen Einzelhandel vertrieben. Produkte, die man laut Wiesböck „klimaschonend und nachhaltig einkaufen kann“, denn diese Lebensmittel gelangen auf kurzen Transportwegen zum Handel und damit zu den Verbrauchern und stellen so für die Kunden eine Möglichkeit dar, umweltbewußt einzukaufen. „Außerdem sichert der Kauf von Produkten aus der Heimat zahlreiche Arbeitsplätze in unserer Region.“

Die Genossenschaft ORO in Rohrdorf wurde 1958 von 44 Obstbauern gegründet. Das Ziel war und ist die Verarbeitung und Vermarktung des einheimischen Streuobstes zu frischen Säften.

Volkhard Steffenhagen

Kommentare