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DWD warnt vor schwerem Gewitter in Teilen des Landkreises Rosenheim

Starkregen, Sturmböen und Hagel

DWD warnt vor schwerem Gewitter in Teilen des Landkreises Rosenheim

Landkreis Rosenheim – Der DWD veröffentlichte am Sonntagabend (26. September) eine amtliche …
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INTERVIEW

Unternehmerinnen eine Plattform bieten: Ein Gespräch mit Johanna Mathäser vom „UHD“ Rosenheim

Eine weibliche Playmobil-Figur steht vor mehreren männlichen Figuren. Noch immer sind weniger Frauen in Führungspositionen als Männer.
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Eine weibliche Playmobil-Figur steht vor mehreren männlichen Figuren. Noch immer sind weniger Frauen in Führungspositionen als Männer.
  • Alexandra Schöne
    VonAlexandra Schöne
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Johanna Mathäser (55) ist Gründungsmitglied und Vorsitzende des Vereins „Unternehmerinnen in Handwerk und Dienstleitung Rosenheim“ (UHD). Ein Gespräch über den Verein, Frauenquoten und die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Gesellschaft.

RosenheimFrau Mathäser, was ist die Idee hinter dem Verein „UHD“?

Johanna Mathäser: Die Grundidee des Vereins ist es, ein Netzwerk für Unternehmerinnen zu schaffen, in dem sich die Frauen gegenseitig unterstützen. Wir bringen die Leute aus vielen verschiedenen Gebieten und Gewerken zusammen.

Der Verein bietet Unternehmerinnen also eine gemeinsame Plattform?

Mathäser: Richtig. Wir bieten viele verschiedene Veranstaltungsformen an. Unsere Mitglieder können sich hier einbringen, indem sie zum Beispiel selbst Workshops anbieten. Unsere Treffs und Frühstückstreffs beginnen oft mit einem kurzen Vortrag, bei dem man einen Teilbereich aus seinem Unternehmen vorstellen kann. Zum Beispiel hat eine Fotografin mal erklärt, worauf man bei einem guten Business-Foto für seine Homepage achten sollte.

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Geht es bei Ihnen nur ums „Business“?

Mathäser: Ziel unseres Vereins ist definitiv, unsere Mitglieder wirtschaftlich weiterzubringen. Das erfolgreichste Konzept in unserem Verein ist die persönliche Empfehlung. Voraussetzung dafür ist, dass sich Vertrauen zwischen den Mitgliedern aufbaut. Bei uns haben sich viele persönliche Freundschaften entwickelt. In vertrauter Runde werden dann auch Themen angesprochen, die bei „normalen Businesstreffen“ eher seltener zu finden sind. Wie zum Beispiel persönliche Krisen oder dass man sich zwischen Home Schooling und Beruf zerrissen fühlt.

Was sind die Voraussetzungen, um Mitglied zu werden?

Mathäser: Wir wenden uns an selbstständige Frauen, auch wenn das Unternehmen zusammen mit dem Partner geführt wird, wie auch an Führungskräfte. Für Interessierte sind wir immer offen.

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Seit fast einem Jahr leben wir inmitten der Corona-Pandemie. Wie hat die Krise ihre Arbeit erschwert?

Mathäser: Wir versuchen, soweit dies rechtlich möglich ist, Präsenzveranstaltungen durchzuführen. Zusätzlichen bieten wir ein Online-Programm an. Das funktioniert allerdings mit wechselndem Erfolg, da unser Konzept vor allem von den persönlichen Treffen lebt.

Glauben Sie, dass die Krise die Bestrebungen um Gleichstellung von Frauen und Männern zurückwirft?

Mathäser: Ich bin mir da nicht sicher, ehrlich gesagt. Die Statistiken scheinen darauf hinzuweisen. Das liegt meines Erachtens vor allem an den eingeschränkten Möglichkeiten der Kinderbetreuung. Trotzdem gibt es auch Chancen. Ein Partner, der sonst viel außerhalb arbeitet, sieht, was daheim alles involviert ist. Ich glaube aber nicht, dass die Entwicklungen der Gleichstellung von Mann und Frau auf Dauer gefährdet sind. Meine persönliche Auffassung ist, dass wir in der Arbeitswelt das Ziel haben müssen, dass es keinen Unterschied machen darf, ob ein Mann oder eine Frau an eine bestimmte Position kommt.

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Die Repräsentation von Frauen in der Öffentlichkeit, die Frauenquote, strukturelle Benachteiligung von Frauen: Diese Themen werden in unserer Gesellschaft debattiert. Wie wichtig ist die Quote zum Beispiel für Sie?

Mathäser: Früher stand ich Quoten immer skeptisch gegenüber. Inzwischen habe ich meine Meinung geändert und finde sie in Bereichen gut, in denen sie Frauen den Zugang zu höheren Positionen erst ermöglichen. Das gilt insbesondere für große Konzerne, weil dort schon auffällt, dass es nur sehr wenige Frauen nach ganz oben schaffen. An fehlender Qualifikation kann das nicht liegen. Alle, die hier erfolgreich sein möchten, müssen das nötige Durchsetzungsvermögen haben. Egal ob Mann oder Frau.

Mehr Informationen, Kontaktdaten und Bilder zum Rosenheimer Verein „UHD“ gibt es im Internet unter www.uhd-rosenheim.de.

Johanna Mathäser vom Verein „UHD Rosenheim“.

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