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Commerzbank will bis Anfang März entscheiden, ob Filialen in der Region Jobs abbauen

In Schieflage: Die Commerzbank hat ein verlustreiches Jahr hinter sich, nun will sie sich gesundschrumpfen. Foto dpa
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In Schieflage: Die Commerzbank hat ein verlustreiches Jahr hinter sich, nun will sie sich gesundschrumpfen.

Die Commerzbank will sich gesundschrumpfen: Von rund 34.000 Mitarbeitern des Geldinstituts sollen rund 10.000 ihren Job bis 2024 verlieren. Die OVB-Heimatzeitungen haben nun erfahren, wann eine Entscheidung fällt, welche Filialen betroffen sind.

Update 10. Februar

Rosenheim/Mühldorf/Traunstein - Die Marschroute scheint vorgegeben, bis 2024 will die Commerzbank ihr Netz in Deutschland von 790 Standorten auf 450 abgebaut haben, von 34.000 Mitarbeitern sollen rund 10.000 ihren Job verlieren. Auch in der Region ist die Commerzbank vertreten, ob und inwiefern die Filialen in Rosenheim, Mühldorf und Traunstein betroffen sind, bleibt weiter ungewiss, auch nach der jüngsten Sitzung des Aufsichtsrats.

Generelles Ziel sei es, für „frühestmögliche Klarheit und Transparenz“ zu sorgen, was Zeitabläufe und Perspektiven angehe sowie die Frage, welche Institute betroffen seien, sagte eine Sprecherin auf Nachfragen der OVB-Heimatzeitungen. Es werde angestrebt, bereits bis zur Hauptversammlung am 5. Mai 2021 die notwendigen Rahmenregelungen – Rahmen-Interessenausgleich und Rahmen-Sozialplan – mit dem Gesamtbetriebsrat abzuschließen. Damit sei aber noch immer keine Entscheidung über einzelne Standorte gefallen

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Erstmeldung 31. Januar

Rosenheim – Die Commerzbank plant die Radikalkur: Von rund 34.000 Mitarbeitern werden rund 10.000 ihren Job bis 2024 verlieren, auch die Zahl der Filialen soll drastisch abgebaut werden, um weit mehr als ein Drittel auf 450 bundesweit - ein Schwund um fast die Hälfte!

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Grundlagenpapier für Aufsichtsratssitzung?

Es handele sich bei diesen Zahlen um Eckdaten für die Restrukturierung und um den Entwurf eines Strategieprogramms, auf dessen Grundlage der Aufsichtsrat am 3. Februar beraten werde. Erst danach soll der Gesamtkurs beschlossen werden, hieß es von Seiten der Bank, bisher seien noch zu keinem Punkt des Programms Entscheidungen getroffen worden.

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Insgesamt will das Geldinstitut damit 2024 1,4 Milliarden Kosten im Vergleich zu 2020 einsparen. Commerzbank-Vorstandsvorsitzender Manfred Knof hatte eine konsequente Restrukturierung angekündigt, zu der auch eine stärkere Konzentration auf die Digitalisierung gehören soll. Knof gilt als unerbittlich, das „Managermagazin“ bezeichnete ihn unwidersprochen als „beinharten Sanierer“.

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