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Bilanz

Kreissparkasse Traunstein-Trostberg zufrieden mit der Entwicklung

Die Zahlen der Kreissparkasse Traunstein-Trostberg für das Geschäftsjahr 2021 präsentierten Vorstandsvorsitzender Roger Pawellek (links) und Vertriebsvorstand Michael Kinshofer.
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Die Zahlen der Kreissparkasse Traunstein-Trostberg für das Geschäftsjahr 2021 präsentierten Vorstandsvorsitzender Roger Pawellek (links) und Vertriebsvorstand Michael Kinshofer.
  • VonMonika Kretzmer-Diepold
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Die Kreissparkasse Traunstein-Trostberg konnte ihre Bilanzsumme 2021 um 44 Millionen Euro oder 1,6 Prozent auf 2,712 Milliarden Euro gegenüber 2020 ein weiteres Mal steigern.

Traunstein – Die Gesamteinlagen kletterten um 13 Millionen Euro auf 2,126 Milliarden Euro. Insgesamt zeigte sich Vorstandsvorsitzender Roger Pawellek bei der Bilanzpressekonferenz zufrieden mit der Entwicklung im vergangenen Jahr.

„Unsicher“ waren im letzten Jahr nach Worten Pawelleks die politische Lage, das gesamte Geschäftsumfeld, der enorme Preisanstieg, „von dem niemand weiß, wie lange er anhält“. Die Auswirkungen schwankender Zinsen seien nicht absehbar. Ob man jemals wieder mit Zinsen von sechs bis sieben Prozent rechnen könne, sei fraglich. Vor diesem Hintergrund sei das Kreditgeschäft recht erfreulich verlaufen, fuhr Pawellek fort. Die Gesamtausleihungen hätten einen Zuwachs von 171 Millionen Euro oder 12,4 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro erreicht. Gestiegen seien die Neuzusagen für Kredite – um 84 Millionen Euro oder 22,7 Prozent auf 454 Millionen Euro. Unter anderem habe die Kreissparkasse Traunstein-Trostberg 58 Existenzgründungsprojekte mit 148 neuen Arbeitsplätzen mit einem Finanzierungsvolumen von 9,1 Millionen Euro begleitet. Pawellek dazu: „Das ist ein gutes Signal für die Region.“

Nach wie vor rückläufig blieben langfristige Anlageformen wie Spareinlagen, die sich um 47 Millionen Euro oder 9,3 Prozent auf 460 Millionen Euro senkten. Ein Plus von 43 Millionen Euro oder 2,7 Prozent hingegen erzielten kurzfristige Sichteinlagen mit einem Endstand von 1,62 Milliarden Euro. 2021 erwirtschaftete die Kreissparkasse Traunstein-Trostberg einen Zinsertrag von 34 Millionen Euro, 1,7 Millionen Euro oder 4,8 Prozent weniger als 2020. Der Zinsaufwand lag bei zwei Millionen Euro. Das bedeutete nach wie vor einen Zinsüberschuss, auch wenn er mit 32 Millionen Euro um eine halbe Million Euro niedriger als im Vergleichszeitraum ausfiel. Von einem „deutlichen Anstieg“ um knapp 28 Prozent oder 3,9 Millionen Euro gekennzeichnet war der Provisionsüberschuss mit 18 Millionen Euro. Den um 1,3 Millionen Euro höheren „Ordentlichen Aufwand“ bezifferte der Vorstandsvorsitzende mit 35,8 Millionen Euro. Man habe verschiedene Umbauprojekte realisiert. Der reine Personalaufwand betrage 21,3 Millionen Euro bei geringfügigen Veränderungen zu 2020 aufgrund von Tarifsteigerungen.

Zahl der Depots erhöht sich

Das Verbundgeschäft beleuchtete Vertriebsvorstand Michael Kinshofer. Das Wertpapiergeschäft mit einem Kurswert von 551 Millionen Euro (plus 26,3 Prozent) habe bei den Käufen mit einem Umsatz von 155,6 Millionen Euro und mit 94,7 Millionen Euro in den Verkäufen geschlossen. Die Zahl der Depots habe sich um 9,4 Prozent auf 14 100 erhöht. Die Zahlen zeigten: „Das Interesse der Kunden an Wertpapieren steigt.“ Im Bereich Versicherungen gelangen ebenfalls Zuwächse. Die Zahl der Neuabschlüsse legte um 12,3 Prozent zu auf 3 268. Nach oben ging es auch bei der Zahl der vermittelten Immobilien. 96 Objekte im Gesamtwert von 37,5 Millionen Euro fanden neue Eigentümer. Das bedeutete ein Plus von 110,7 Prozent. Um 38,7 Prozent auf 319 Millionen Euro stiegen die Außenhandelsumsätze, nach Michael Kinshofer Zeichen für „einen exportorientierten Landkreis mit guten internationalen Geschäften“. „Einziger Wermutstropfen“ war 2021 nach Worten des Vertriebsvorstands der Verlauf im Bausparbereich. Die Zahl der Neuabschlüsse mit 513 sei um 18,7 Prozent, die Bausparsumme mit 24,4 Millionen Euro um 24,2 Prozent niedriger als 2020 ausgefallen. Wegen in Aussicht stehender höherer Zinsen werde dieser Sektor jedoch deutlich anziehen, sagte Kinshofer voraus.

Derzeit verfügt die Kreissparkasse Traunstein Trostberg über 366 Mitarbeiter. In die Höhe schnellte die Zahl der Auszubildenden mit 25 jungen Menschen. Dazu Roger Pawellek: „Wir bekommen wieder genügend und gute Bewerber. Sie sind die wesentliche Quelle unseres Mitarbeiterstammes.“ Nach wie vor sei man einer der größten Steuerzahler im Landkreis. Die Prognose für Körperschafts- und Gewerbesteuer liege bei 4,3 Millionen Euro. Dazu komme ein Fremdenverkehrsbeitrag von rund43 000 Euro. 304 000 Euro sind nach Pawellek an circa 270 Vereine, Organisationen und Projekte im Landkreis geflossen. Damit gebe die Sparkasse einen Teil ihres Ertrags weiter an die Region.

Im Rückblick auf 2021 erinnerte der Vorstandsvorsitzende an die Einführung des „mobilen Arbeitens“. Während Corona habe man „Homeoffice für alle“ sehr schnell organisiert und werde es beibehalten. Im Sommer sei der Hauptgewinn im PS-Sparen, ein Minicooper SE, nach Traunstein gefallen. „Sehr gut angekommen“ ist nach Kinshofer das neue „Girokonto mit Chiemgau-Bonus und Cashback“. Jeder Kunde kann seine Kontoführungsgebühren reduzieren wenn er Vereinen beitritt oder in bestimmten Geschäften einkauft.kd

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