Traunstein: Hornlose Zuchtstiere im „Natursprung“ gefragt

Die Spitzenjungkühe des Großviehmarktes von Markus Krumbachner aus Trostberg, Lorenz Gassner senior und junior, Andreas Meier, Teisendorf mit der Kuh von Anton Sichler und Erhard Schwarz mit der Zuchtkuh aus dem Gutsbetrieb Sossau (von links). Mit auf dem Bild der „Herdenmanager“ Toni Astner vom Gut Sossau (rechts).
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Die Spitzenjungkühe des Großviehmarktes von Markus Krumbachner aus Trostberg, Lorenz Gassner senior und junior, Andreas Meier, Teisendorf mit der Kuh von Anton Sichler und Erhard Schwarz mit der Zuchtkuh aus dem Gutsbetrieb Sossau (von links). Mit auf dem Bild der „Herdenmanager“ Toni Astner vom Gut Sossau (rechts).

Der Traunsteiner Zuchtviehmarkt hat stattgefunden. Für drei hornlos vererbende Zuchtstiere interessierten sich Natursprungbullenhalter.

Traunstein – Die Zuchtstiere wurden für einen mittleren Versteigerungspreis von 2090 Euro verkauft. Als Natursprung wird die natürliche Art der Begattung, beziehungsweise Befruchtung eines weiblichen Nutztieres durch ein männliches Tier bezeichnet.Fünf Zweitkalbskühe wechselten für durchschnittlich 1590 Euro den Besitzer. Alle 60 angebotenen Jungkühe erlösten einem mittleren Versteigerungspreis von 1745 Euro. Bei den Kühen und Jungkühen ging die Spanne beim Versteigerungspreis von 990 Euro bis 2200 Euro. Zusätzlich wurde für den Stier „Vito“, der bei der Besamungsstation „CRV Deutschland“ zum Einsatz kommt, eine Nachzahlung von 3500 Euro verrechnet. Das Zuchttier hatte „CRV Deutschland“ bereits als Kalb angekauft.

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Den Spitzenpreis am Markt erzielte ein reinerbig hornlos vererbender Maybach-Sohn aus dem Zuchtbetrieb Johann Ertl aus Genetsham. Für 2550 Euro sicherte sich diesen Stier ein Züchter aus dem Traunsteiner Zuchtgebiet für den Natursprung. Zwei weitere Stiere, die zu 50 Prozent hornlose Kälber liefern, erhielten den Zuschlag bei Versteigerungspreisen von 1850 Euro. Fünf Jungkühe der Wertklasse 1 erzielten einen mittleren Versteigerungspreis von 2100 Euro, wobei jede Kuh einen Preis über 2000 Euro erreichte. Ein weiteres Mal stellte Anton Sichler aus Grassau die Spitzenkuh des Marktes: Ein heimischer Züchter bezahlte für das Tier 2200 Euro. Die „Iveco-Tochter“ beeindruckte durch einen sehr guten Eutersitz und eine sehr gute Strichausbildung. Bei den Leistungsdaten wartete die Kuh damit auf, täglich 30,8 Kilogramm Milch zu geben.

Jungkühe bei über 2000 Euro

Die Kuh weist eine Melkbarkeit von 2,2 Kilogramm Milch pro Minute auf. Jeweils 50 Euro weniger kosteten die weiteren vier Jungkühe der Wertklasse 1. Züchter dieser Kühe waren Lorenz Gaßner aus Ainring, der zwei Spitzenkühe anbot, Josef Krumbachner aus Weiding aus dem Gemeindegebiet Trostberg und die Gutsverwaltung Sossau aus der Gemeinde Grabenstätt.

Weitere sechs Jungkühe der Wertklasse 2a erhielten erst bei über 2000 Euro den Zuschlag. Hierin zeigt sich die hohe Qualität, die beim Januarmarkt angeboten wurde.

Für Versteigerungspreise von 1800 bis 2000 Euro wurden zusätzlich 19 Jungkühe verkauft. Unter 1300 Euro wechselten nur vier Jungkühe den Besitzer. 19 Zuchttiere blieben im eigenen Gebiet und zwölf Zuchttiere ersteigerten sich bayerische Züchter. Zwei Kühe und 36 Jungkühe gehen an Milchviehbetriebe in den Niederlanden und nach Südtirol.

Der nächste Großviehmarkt in Traunstein findet am Donnerstag, 11. Februar, statt.

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