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STAATSMINISTER FÜR DIGITALES ZU BESUCH

„Top-Standort für Internet der Dinge“

Diskussion um die Digitalisierung, die auch die Teilnehmer teils nachdenklich stimmte: Daniel Artmann (CSU), Unternehmer Anton Kathrein, Staatsminister Georg Eisenreich, MdL Klaus Stöttner, OVB-Verlagsleiter Stefan Reining. re

Rosenheim – Georg Eisenreich, bayerischer Staatsminister für Europa, Digitales und Medien war vor Kurzem Gast der CSU-Sommerlounge in Rosenheim, die sich dem Thema Digitalisierung widmete.

Moderiert von Stadtrat und Landtagskandidat Daniel Artmann, gingen der Staatsminister, Unternehmer Anton Kathrein, MdL Klaus Stöttner und Stefan Reining, Verlagsleiter der OVB-Heimatzeitungen, in eine angeregte Diskussion.

Stöttner sprach von seiner Vision von „Rosenheim als ‚Silicon Valley der Alpen‘“ mit besten Startbedingungen für digitale Gründer und Jungunternehmer. „Um weiter wettbewerbsfähig zu sein, ist die Digitalisierung in allen Branchen eine Chance, aber auch eine große Herausforderung. Wir dürfen dabei das Handwerk nicht vergessen.“

Dem pflichtete Staatsminister Eisenreich zu: „Unsere Chance in Bayern ist Digitalisierung in den Bereichen, die wir beherrschen – vor allem Handwerk und Industrie.“ Die nächste Welle der Digitalisierung betreffe maschinelle Anwendungsfelder. „Wir haben dafür die perfekten Bedingungen.“ Bayern sei schon heute Top-Standort für Industrie 4.0 und Internet der Dinge. Deshalb investierten auch große ausländische Unternehmen in Bayern.

Artmann sprach eine der negativen Konsequenzen an, welche der technologische Wandel mitbringe: „Es werden auch Vorbehalte und Ängste geweckt, wenn Algorithmen und Roboter plötzlich Fähigkeiten bekommen, die bisher ausschließlich Menschen hatten.“ Nicht nur deshalb müsse auch in einer digitalen Welt der Mensch im Mittelpunkt stehen.

Als Chance sieht Unternehmer Anton Kathrein die Digitalisierung: „Sie wird unser Leben und unser Wirtschaften grundlegend prägen.“ Die Politik sei gefordert, die digitale Transformation zu einem zentralen Thema zu machen. „In einem Konkurrenzumfeld, in dem andere Länder massiv in die digitale Infrastruktur und in neue Technologien investieren, dürfen wir nicht hinterherhinken. Wir müssen die Voraussetzungen schaffen, damit sich digitale Geschäftsmodelle und Ökosysteme bevorzugt bei uns entwickeln können.“ OVB-Verlagsleiter Stefan Reining appellierte in diesem Kontext an die Politik, nicht nur die großen „Global Player“ der Wirtschaft beim digitalen Wandel zu unterstützen, sondern gezielt auch den Mittelstand.

Ob große Konzerne oder KMU: Für Staatsminister Eisenreich ist die Digitalisierung eine „Chefsache“. Reining erweiterte diese Aussage um den Hinweis, dass der digitale Wandel in den Unternehmen vor allem von den Mitarbeitern gelebt werden müsse. „Es gibt kein ,Falsch‘ in der Weiterentwicklung von Geschäftsmodellen. Fehler sind ausdrücklich erlaubt, Innovationsgeist muss gefördert werden.“ Vom Moderator gefragt, ob es die auf Papier gedruckte Tageszeitung noch in zehn Jahren geben werde, antwortete er: „Ja, auf jeden Fall.“

Denn sie schaffe durch ihre Form der Darstellung von Nachrichten eine Struktur für den Leser, „hat ein Anfang und ein Ende“ im Gegensatz zur digitalen Endlosschleife an Meldungen. Dennoch erweitere der Verlag permanent das Produktportfolio um digitale Angebote.

Nie ausruhen, so brachte dies Staatsminister Georg Eisenreich abschließend auf den Punkt, müsse jetzt das Credo sein: „Keine Epoche hat das Ausruhen so stark bestraft, wie das Zeitalter der Digitalisierung.“ re/sen

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