Tendenziell weniger Ausbildungsplätze

Die Rosenheimer Zahlen sind besser als die vom ifo-Institut erhobenen bundesweiten Trends. Klinger
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Die Rosenheimer Zahlen sind besser als die vom ifo-Institut erhobenen bundesweiten Trends. Klinger

Rosenheim – Die aktuellen Ergebnisse des Wirtschaftsbarometers Rosenheim bestätigen die kritische Geschäftslage im Stadt- und Landkreis Rosenheim.

Der Saldo aus positiven und negativen Bewertungen fiel in der aktuellen Umfrage der Fakultät für Betriebswirtschaft an der Technischen Hochschule (TH) Rosenheim auf sehr schwache minus 22,1 (Vormonat minus 13).

Einen Hoffnungsschimmer bilden die Resultate für die Geschäftserwartungen in den kommenden sechs Monaten. Der entsprechende Saldo erreichte optimistische plus 20,1, nachdem er im Vormonat nur bei pessimistischen minus 16 lag.

Die vergleichbaren Werte des ifo Institutes für Deutschland lauten minus 25,4 für die Lageeinschätzung und minus 8,9 für die Geschäftserwartungen. Die Zahlen für Rosenheim sind somit unverändert besser – bei der Lageeinschätzung nur noch geringfügig, bei den Erwartungen zeigt sich in Rosenheim eine deutlich höhere Zuversicht.

Aktuell wurden die Unternehmen befragt, wie sich die Anzahl der Ausbildungsplätze bei ihnen entwickeln werden. 15 Prozent planen eine Verringerung. Am ausgeprägtesten ist dies bei Firmen aus dem verarbeitenden Gewerbe, hier beabsichtigt es fast jedes fünfte Unternehmen, im Einzelhandel dagegen keines.

Trotz der Probleme aufgrund der Corona-Krise möchten acht Prozent der Unternehmen zusätzliche Auszubildende einstellen. Auch hier ist der Anteil im verarbeitenden Gewerbe mit 13 Prozent am höchsten, im Dienstleistungssektor sind es nur fünf Prozent.

Als größtes Hindernis, mehr Ausbildungsplätze anzubieten, wird an erster Stelle genannt (32 Prozent), dass keine Bewerber gefunden werden. Fehlende Bewerber sind vor allem im Einzelhandel ein Problem. Jedes vierte Unternehmen sieht ein weiteres Hindernis in der schlechten Vorbildung der Bewerber. Erst dann folgt die unsichere Auftragslage mit 19 Prozent.

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