Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling mit positiver Bilanz 2019: Solides Wachstum, viel Eigenkapital

Die Sparkassen-Spitze in einem Bild aus Vor-Corona-Zeiten: Alfons Maierthaler, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling (Mitte), Karl Göpfert, Vorstandsmitglied (links), und Harald Kraus, Vorstandsmitglied. re

Die Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling präsentiert ein positives Geschäftsergebnis 2019 – mit einem Wachstum von drei Prozent. Die Bilanzsumme: 5,41 Milliarden Euro. Damit zählt das Kreditinstitut zu den erfolgreichsten bayerischen Sparkassen. Gleichzeitig fühlt sich die Sparkasse gut gerüstet.

Rosenheim – Die Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling habe sehr früh begonnen, die Organisationsstrukturen anzupassen und für Schutzmaßnahmen unter anderem in den Geschäftsstellen zu sorgen. Dadurch sei die kreditwirtschaftliche Infrastruktur, insbesondere die Bargeldversorgung, der Zahlungsverkehr und die Versorgung der Kunden mit Dienstleistungen und Beratungen sichergestellt, so Alfons Maierthaler, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling.

Angebot in der Krise: Tilgungen aussetzen

Und die Bank geht noch einen Schritt weiter: „Wir haben sehr früh begonnen unseren Kunden Tilgungsaussetzungen anzubieten, bereits am 16. März“, erklärt Maierthaler. „Als Partner der Wirtschaft in der Region liegt es uns sehr am Herzen, unsere Kunden und die Unternehmen bestmöglich zu unterstützen.“

50.000 Euro für die Tafeln

Geholfen wird auch dort, wo die Not groß ist: mit einer 50.000-Euro-Spende der Sparkassenstiftungen Zukunft an die Tafeln. „Gerade die Tafeln stehen vor großen Herausforderungen“, so Alexa Hubert, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Sparkassenstiftungen Zukunft für die Stadt und den Landkreis Rosenheim.

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Der Blick auf die Jahresbilanz: Die Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling (813 Mitarbeiter) schließt das Geschäftsjahr 2019 mit einer Bilanzsumme von 5,41 Milliarden Euro ab. Damit ist das Geschäftsvolumen im Vergleich zum Vorjahr um 3,1% (+162 Millionen Euro) gewachsen. Ähnlich entwickelten sich das Einlagen- und das Kreditgeschäft: Der Einlagenbestand erhöhte sich um 3,2 Prozent (+129 Millionen Euro) auf 4,16 Milliarden Euro. Gleichzeitig wurde der Kreditbestand auf 3,79 Milliarden Euro gesteigert, was einem Zuwachs von 3,0 Prozent (111 Millionen Euro) entspricht.

Bayernweit in den Top Ten

Mit diesem Geschäftsergebnis und einer weiterhin sehr soliden Ertrags- und Risikolage sowie Eigenkapitalausstattung befindet sich die Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling erneut in den Top Ten der erfolgreichsten bayerischen Sparkassen – und das zum 13. Mal in Folge. „Wir blicken auf ein dynamisches und solides Wachstum, das ausschließlich von unserem Kundengeschäft in der Region getrieben ist“, erklärt Maierthaler.

Viele Kredite vergeben

Als „Partner des Mittelstands“ vergibt die Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling den Großteil der Kredite an Unternehmen und Selbstständige. „63 Prozent des Kreditbestands entfielen auf den gewerblichen Sektor, der durch die hohe Investitionsbereitschaft besonders zu Buche schlug“, erklärt Vorstandsmitglied Harald Kraus. Von den neuen Darlehenszusagen über 834 Millionen Euro (+9,0 Prozent) hätten im letzten Jahr aber auch Privatpersonen, beispielsweise bei der Wohnraum- und Baufinanzierung, mit 35 Prozent des Kreditbestands profitiert.

Neue Kooperation

In Februar 2019 habe man zudem eine neue Kooperation mit der S-Kreditpartner GmbH gestartet, die sich im Jahresverlauf mit rund 1300 abgeschlossenen Verträgen als sehr vielversprechend erwiesen habe. Das LBS-Bauspargeschäft verzeichnete Maierthaler zufolge ein Neugeschäft von 136 Millionen Euro bei 2024 abgeschlossenen Verträgen. Die Spezialisten aus dem Immobiliencenter der Sparkasse hätten 174 Immobilien mit einem Objektwert von 75 Millionen Euro (+20 Prozent zum Vorjahr) vermittelt.

Wertpapiergeschäft im Plus

„Wertpapiere zeigen sich als eine der attraktivsten Anlageklassen, wenn man auf einen längeren Anlagehorizont setzt, das Risiko streut und sich kompetent beraten lässt“, so Maierthaler weiter. Der Nettoabsatz belief sich im vergangenen Geschäftsjahr auf 103 Millionen Euro (+5,9 Prozent).

Mit einer äußerst soliden Eigenkapitalisierung von rund 791 Millionen Euro sieht sich die Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling für die Menschen und Wirtschaft in der Region als Stabilitätsanker. „Die Eigenkapitalunterlegung entspricht einer starken Quote von 20,7 Prozent, was weit über den regulatorischen Anforderungen liegt. Damit sind wir sehr gut gerüstet,“ versichert Alfons Maierthaler.

Neu: Digitales Beratungs-Center

Vorstandsmitglied Karl Göpfert berichtet von 8,7 Millionen Euro Investitionen in die Standorte sowie in Wohnraum-Projekte. In 2019 erfolgte unter anderem die Modernisierung der Geschäftsstelle Happing. Zusätzlich geht demnächst das Digitale Beratungs-Center in der Hauptstelle in Betrieb, um Kunden ortsunabhängig zu betreuen.

Vorstandswechsel steht an

Aktuell steht ein Wechsel in der Vorstandschaft bevor: Vorstandsvorsitzender Maierthaler geht nach fast 15-jährigem Wirken Ende des Monats in den Ruhestand. Karl Göpfert, bis dato Vorstandsmitglied, tritt die Nachfolge an. Harald Kraus steht Göpfert weiter als Vorstandsmitglied (seit 2014) zur Seite. Neues Mitglied der Dreierspitze wird Stephan Donderer, bisher Gebietsdirektor für das Geschäftsgebiet Bad Aibling/Oberes Inntal und stellvertretendes Vorstandsmitglied.

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