Nix für Spargel-Tarzans: Kräftige Erntehelfer für Spargel gesucht

Noch sind die Spargel von Planen überzogen, wie hier auf unserem Bild zwischen Altmühldorf und Harthausen.Doch nach Angaben von Peter Reichenspurner soll diese Woche die Spargelernte beginnen. Es fehlen aber noch Hunderte an Saisonkräften, damit die regionale Ware schließlich auf den Tellern der Kunden landen. Enzinger

Die Garchinger Firma Reichenspurner beginnt in dieser Woche mit dem Spargelstechen – doch wegen der Corona-Krise fehlen noch Hunderte von Saisonarbeitern

Mühldorf/Garching – Zum Teil spitzen sie schon aus der Erde. Die Zeit ist reif für die erste Spargelernte. Doch Peter Reichenspurner von der gleichnamigen Firma aus Garching an der Alz, die schon seit Jahren auch im Landkreis Mühldorf Spargel im großen Stil erntet, muss sich dieser Tage den Kopf zerbrechen, wie er die Ernte sicherstellen kann. Denn, nachdem wegen der Corona-Krise die Grenzen zu Polen und Rumänien dicht gemacht worden sind, fehlen ihm die Saisonarbeiter aus eben diesen Ländern.

„Wir benötigen Hunderte von Leuten!“, bittet er um Hilfe und Unterstützung. Egal ob Schüler, Studenten, Lehrer: Kräftige, junge Leute seien in erster Linie gefragt, in erster Linie Männer. Aber auch Damen, die sich um das Waschen der Spargel, um die Aufbereitung und die Verpackung kümmern.

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Aktuell stehen ihm knapp 20 Prozent des nötigen Kontingentes an Arbeitern zur Verfügung, die er bräuchte, damit die Ernte sichergestellt wäre. Bei diesen 20 Prozent vertraute der Gemüsebauer auf Hilfskräfte aus Polen und Rumänien, die er extra einfliegen ließ. Hintergrund: Die Grenzen über den Landweg sind ja seit einigen Tagen zu, also wählte er den Luftweg. „Das ist alles mit ziemlich viel Aufwand verbunden. Ein Aufwand, der auch viel kostet“, verrät Reichenspurner. Er verspricht aber, dass der Kunde an den vergleichsweise höheren Kosten nichts spüren werde. „Die Preise für unseren Spargel bleiben unverändert!“

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Die ersten Früchte reifen

Reichenspurner erklärt, dass sich Bewerber jederzeit noch melden können, ob nun kurzfristig oder für einen längeren Zeitraum. Es gebe einen Anstellungsvertrag, einen fixen Stundenlohn plus Leistungszahlungen. Langfristige Tätigkeiten von Aushilfen wären ideal, denn mit der Spargelernte ist es ja nicht getan. Die Saison hat gerade begonnen, bis in den Herbst hinein gibt es dann draussen auf den Feldern Gemüse und Obst – Erdbeeren, Tomaten, Paprika, Kürbisse und Artischocken – zu ernten, die der Reichenspurner Hof unter anderem auf den Wochenmärkten verkauft.

Erst vor zwei Jahren hatte die Familie Reichenspurner eine Millioneninvestition getätigt, um Gemüse aus der Region im großen Stil zu produzieren. Bei Tüßling entstanden Gewächshäuser, in denen knapp 5000 Tonnen Gemüse pro Jahr erzeugt werden.

Wer Interesse als Erntehelfer hat, kann sich unter der E-Mail-Adresse verwaltung@reichenspurner-hof.de melden.

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