Mit solidem Fundament ins Berufsleben starten

Sie sind die Prüfungsbesten der Sommerprüfung der Elektro-Innung: Maximilian Lackerschmid (Zweiter von links) und Christoph Waitzhofer mit Innungs-Obermeister Otto Zach (rechts) und Alois Ortner, Vorsitzender des Prüfungsausschusses (links). Wittenzellner

Palling/Traunstein – Sie gehört zu den größten Innungen in der Kreishandwerkerschaft Traunstein-Berchtesgadener Land: Die Innung für Elektro- und Informationstechnik Traunstein, der Zusammenschluss von elektrotechnischen Handwerksbetrieben in den Landkreisen Traunstein, Berchtesgadener Land, Altötting und Mühldorf.

In Palling wurden 83 junge Gesellen freigesprochen. Mit dabei waren Vertreter aus Innung, Bildungszentrum, Berufsschulen und den Ausbildungsbetrieben sowie Familienangehörige.

„Der Weg in die berufliche Zukunft ist ein bedeutender Meilenstein für euch“, sagte Innungs-Obermeister Otto Zach. Man sei keine Großveranstaltung mit 500 Teilnehmern, trotzdem freue er sich, dass so viele zu der Feier gekommen seien. Dennoch war das Coronavirus auch in den Ansprachen ein beherrschendes Thema. Zach ging auf die schon absehbaren schweren wirtschaftlichen Schäden ein, die das Virus verursache. Das Handwerk erweise sich aber als stabil in fragilem Umfeld: „Unsere Kunden sind eben nicht in Asien.“ Er ging auf „fatale Abhängigkeiten“ in den Lieferketten ein, die die Globalisierung mit sich bringe. Man werde sich überlegen müssen, ob man künftig nicht wieder mehr Eigenständigkeit in den wirtschaftlichen Kreisläufen haben müsse.

Die jungen Gesellen seien aber „mitten im Leben mit drin.“ Dieses sei geprägt von der Globalisierung und einer informellen Freiheit. Hier sei es wichtig, was die wichtigen und richtigen Informationen seien. Er sei sich sicher, dass die jungen Leute, in den Herausforderungen der Zeit bestehen könnten.

Auch Studiendirektor Rudolf Ritter von der gewerblichen Berufsschule in Traunstein gratulierte. Die jungen Gesellen stünden nun selbst in der Verantwortung für die geleistete Arbeit und würden andere mit ausbilden. Im Handwerk stünden ihnen viele Möglichkeiten offen. Der neue Prüfungsausschussvorsitzende und Lehrlingswart Alois Ortner, der auf den langjährigen Vorsitzenden Hermann Stadler gefolgt ist, ging auf die Notwendigkeit der Betriebe ein, den eigenen beruflichen Nachwuchs selbst auszubilden um langfristig den Bestand an Fachkräften zu sichern.

Insgesamt wurden 83 Gesellen freigesprochen. Obermeister Zach hob sie mit einer kurzen Spruchformel in den Gesellenstand der Elektroniker für Energie und Gebäudetechnik.

18 von 20 Prüflingen haben bestanden

Bei der Sommerprüfung traten 20 Prüflinge an, 18 haben bestanden. Der Notenschnitt lag bei 2,7. Prüfungsbeste sind Maximilian Lackerschmid von der Firma Huber in Palling und Christoph Waitzhofer von der Firma Kreuzpointner in Burghausen. Zur Winterprüfung traten 72 Auszubildende an, 65 schafften die Gesellenprüfung. Der Notenschnitt liegt bei 3,1. Am erfolgreichsten schnitten Robert Dankert von der Firma Böttcher & Namberger aus Traunstein und Franz König von der Firma Lindlacher aus Marquartstein ab. Die Prüfungsbesten wurden gesondert geehrt. awi

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