Siegsdorf: Größte Investition der Firmengeschichte der Adelholzener Alpenquelle

Das neue, 42 Meter hohe Hochregallager ist das Herzstück der bisher größten Investition in der Firmengeschichte der Adelholzener Alpenquellen zur Optimierung der Lagerkapazitäten und der Logistik. Sie umfasst auch den Bau einer neuen dritten Glasabfüllanlage, die im letzten Jahr in Betrieb genommen wurde. Adelholener Alpenquellen
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Das neue, 42 Meter hohe Hochregallager ist das Herzstück der bisher größten Investition in der Firmengeschichte der Adelholzener Alpenquellen zur Optimierung der Lagerkapazitäten und der Logistik. Sie umfasst auch den Bau einer neuen dritten Glasabfüllanlage, die im letzten Jahr in Betrieb genommen wurde. Adelholener Alpenquellen
  • vonAxel Effner
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Trotz schwieriger Bedingungen im „Corona-Jahr 2020“ herrscht bei den Adelholzener Alpenquellen Zuversicht. Wie im Rahmen einer Jahresbilanz deutlich wurde, schloss der Mineralbrunnen aus Siegsdorf zudem in einem leicht rückläufigen Gesamtmarkt mit einem Umsatzplus von 10,2 Prozent im Handel ab.

Siegsdorf– Der Brunnenbetrieb verzeichnete damit den größten Zuwachs unter den Top-Marken in Deutschland und konnte seinen starken dritten Platz im nationalen Mineralwassermarkt behaupten.

Neuanschaffung für Glasgebinde

Aufgrund deutlicher Absatzrückgänge in den Bereichen Gastronomie und Convenience weist die Gesamtentwicklung allerdings nach Jahren von solidem Wachstum erstmals ein leichtes Minus von 1,9 Prozent auf. So sank die Gesamtfüllmenge gegenüber 2019 von 402 auf 394 Millionen Liter. Betrachtet man nur den Mineralwassermarkt der Individualgebinde aus Glas, so sind die Alpenquellen dagegen bundesweit unangefochtener Marktführer.

Bewährt hat sich damit die Strategie, seit 2011 – anfangs noch gegen den Markttrend – konsequent auf den Ausbau der Produktionskapazitäten und die Neuanschaffung für Glasgebinde zu setzen. Im Gegensatz zur Gesamtentwicklung ist bei den Alpenquellen jede zweite Flasche, die das Werk verlässt, aus Glas. Der Zuwachs im Bereich Glasgebinde über alle Sorten hinweg lag hier bei 14 Prozent.

„Der enorme Erfolg unseres Glasgebindes zeigt, wie richtig die Entscheidung war, kontinuierlich in den weiteren Ausbau dieser Verpackungsform zu investieren“, sagt Geschäftsführer Stefan Hoechter. Sichtbarstes Zeichen dafür ist die neue, inzwischen dritte Glasfüllanlage. Mit der im März letzten Jahres in Betrieb genommen Anlage reagierte Adelholzener auf die gestiegene Nachfrage. Sie ermöglicht die Abfüllung von 36000 Flaschen pro Stunde und steigert die Kapazitäten für Glasgebinde um 30 Prozent. Die Anlage, die vorausschauend auch für die Abfüllung von Süßgetränken vorbereitet ist, komplettiert das größte Investitionsprogramm der Unternehmensgeschichte mit insgesamt rund 40 Millionen Euro. Dessen Herzstück ist das im September 2019 fertiggestellte Hochregallager. Das 42 Meter hohe Gebäude mit rund 23000 Palettenstellplätzen steigert die Lagerkapazität um 60 Prozent. Dazu gehört auch die ein Kilometer lange, vollautomatische Elektrohängebahn, die sämtliche Produktionsanlagen und Lager miteinander verbindet.

Der konsequente Ausbau des Glasgebindes ist nach den Worten von Hoechter auch Teil einer konsequenten Mehrweg-Strategie. Mit einem Anteil an Mehrweggebinden von über 80 Prozent (Glas und PET) setzen die Alpenquellen im Unterschied zum Gesamtmarkt ein sichtbares Zeichen für Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung. Bis zu 40-mal können die Glasflaschen wiederbefüllt werden.

Behaupten der Marktführer

Nach dem jahrelangen Behaupten der Marktführerschaft in Bayern in allen relevanten Getränkegruppen (Mineral- und Heilwasser, Schorle/Mineralwasser Plus und Sportgetränke) setzt das Unternehmen auch bundesweit auf Wachstum mit einer eigenen 42-köpfigen Vertriebsmannschaft. Nach der ersten Expansion über die Grenzen des Freistaats hinaus nach Baden-Württemberg 2011 sollen Ende dieses Jahres im Norden die letzten Lücken geschlossen werden.

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Ambitioniert setzen sich die Adelholzener Alpenquellen auch in Sachen Klimaschutz neue Ziele. „In puncto Nachhaltigkeit arbeiten wir an neuen Konzepten, um uns künftig noch besser aufzustellen“, sagt Hoechter. So sollen in Zusammenarbeit mit den Unternehmen „denkstatt“ und der „sustainable AG“ die CO2-Emissionen weiter gesenkt werden. „Im Laufe dieses Jahres“, so Hoechter, „werden wir am Standort Bad Adelholzen bereits klimaneutral produzieren“.

Geschäftsführer Stefan Hoechter sieht die Adelholzener Alpenquellen trotz der Schwierigkeiten während der Corona-Pandemie auf Wachstumskurs.

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