Das Abc für die Selbstständigkeit

Sonja Gehring gibt als IHK-Beraterin wichtige Tipps für Jungunternehmer und Gründer. re

Winhöring. – Wer über den Schritt in die unternehmerische Selbstständigkeit nachdenkt oder überlegt, ein Unternehmen zu führen, ist am Samstag, 23. November, in Winhöring genau richtig.

Dort findet von 10 bis 14 Uhr im Hofmarksaal eine Informations- und Beratungsveranstaltung für Gründer, Unternehmensnachfolger und Jungunternehmer statt. Der Eintritt zur „Existenz Inn-Salzach“ ist frei.

14 Stationen beim„Speed-Dating“

Gemeinsam mit elf weiteren Partnern laden Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer sowie die Wirtschaftsförderungen der Landkreise Altötting und Mühldorf zu sogenannten Speed-Datings – also kurzen Beratungsgesprächen von etwa 15 Minuten – ein. Wie beim Zirkeltraining im Sport können sich inte ressierte Besucher an 14 Stationen bei Experten persönlich informieren und beraten lassen. Sie erhalten Tipps zu ihrer Geschäftsidee und wichtige Anregungen rund um die unternehmerische Selbstständigkeit. Dabei ist der Bogen der Themen weit gespannt: von A wie Arbeitsrecht und AGBs über M wie Marketing und Medien bis hin zu Z für finanzielle Zuschüsse.

Zudem besteht die Gelegenheit, sich mit anderen Gründern und Jungunternehmern sowie den Experten in lockerer Atmosphäre auszutauschen und so das eigene Netzwerk zu erweitern. „Diese Möglichkeit ist überaus wichtig“, unterstreicht Sonja Gehring, Betriebswirtschaftliche Beraterin in der IHK-Geschäftsstelle Mühldorf und Mitorganisatorin der Veranstaltung. „Zum einen geht es um den Erfahrungs- und Wissensaustausch zwischen Gleichgesinnten, zum anderen sollte jeder Jungunternehmer schon frühzeitig darüber nachdenken, wie er zum Beispiel mit rechtlichen oder steuerlichen Themen umgeht. Hierfür ist es immer sinnvoll, Netzwerkpartner zu haben.“

Gehring betont außerdem, dass jeder, der mit dem Gedanken einer Selbstständigkeit spiele, unbedingt Beratungsangebote in Anspruch nehmen sollte. Studien zeigen, so Gehring, je fundierter die Beratung sei, umso erfolgreicher die Gründung auf lange Sicht. Das A und O in der Beratung liegt dabei nach Gehrings Worten vor allem auf dem Businessplan beziehungsweise dem Geschäftskonzept. Der Plan skizziert das Geschäftsmodell sowie strategische und wirtschaftliche Ziele und enthält eine Finanzplanung.

Schwierig werde es oft, wenn es keine Planung gibt, also der Businessplan fehlt, oder der Gründer übereilt handelt. Denn auch für den Sprung in die Selbstständigkeit gelte: Gut Ding will Weile haben. Besondere Bedeutung hat die Liquidität des Unternehmens. Gehring: „Die muss gesichert sein, denn eine Gründung ist immer auch mit Investitionen verbunden. Gerade wer für den Vollerwerb gründet, also komplett von der neuen Tätigkeit als Unternehmer leben will, muss bedenken, dass das Geschäft nicht automatisch mit voller Kraft anläuft und gegebenenfalls einige Zeit überbrückt werden muss.“ Dabei müssten unbedingt die laufenden Lebenshaltungskosten und anfallende Steuern einkalkuliert werden.

Anmeldungen und weitere Infos für die Veranstaltung „Existenz Inn-Salzach“ sind online möglich unter www.ihk-muenchen.de/existenz oder unter Telefon 0 86 31/9 01 78 11.

Kommentare