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Wenn nicht jetzt, wann dann?

Mit Multimodaler Schmerztherapie nachhaltig neue Lebensqualität gewinnen

Senior couple near the campsite in the forest
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Wieder mehr Lebensqualität: Bei der Multimodalen Schmerztherapie in der Schön Klinik Vogtareuth ziehen Patient und Klinik-Team an einem Strang.

Ein Gespräch mit Dr. med. Andreas Weidmann über Möglichkeiten und Methoden der modernen Schmerztherapie in der Schön Klinik Vogtareuth. 

Dr. med. Andreas Weidmann, Chefarzt Neurologie in der Schön Klinik Vogtareuth.
Herr Dr. Weidmann, wer kommt zu Ihnen in die Klinik und warum?
Wer unter chronischem Schmerz leidet, hat diagnostisch und therapeutisch viel versucht – doch nichts und niemand hat wirklich nachhaltig geholfen. Im Laufe der Zeit nehmen die körperlichen Beschwerden zu und die Lebensqualität ab: Verunsicherung bis Verzweiflung, Besorgnis bis Depressivität wachsen mit dem Schmerz und nehmen einem Lebensfreude und auch Kraft. Diesen Menschen wollen wir mit unserem Therapieansatz in Vogtareuth helfen, dafür sind wir hier besonders aufgestellt und verfügen über einen großen Erfahrungsschatz, der dem einzelnen Patienten zugutekommt. Wir können den Patienten in Aussicht stellen, dass sie bis zu 50 Prozent weniger Schmerzintensität erreichen können. 
50 Prozent, das klingt nach einer großen Erleichterung für die Betroffenen. Wie erreichen Sie das, wie gehen Sie vor?
Der Ansatz in der Schön Klinik Vogtareuth ist die Multimodale Schmerztherapie. Dies ist ein ganzheitliches Behandlungsverfahren, das wir in etwa 16 Behandlungstagen in unserer Klinik durchführen. Zuerst wird der Schmerzpatient beispielsweise über den Haus- oder Facharzt an uns verwiesen. Erfüllen die Betroffenen mindestens drei von fünf notwendigen Voraussetzungen, können wir sie stationär aufnehmen – diese sind zum Beispiel: Schmerz, der bereits mehr als drei bis sechs Monate anhält, eine tägliche Schmerzmitteleinnahme oder eine begleitende Depression. Eine gesonderte Beantragung bei der Krankenkasse ist dabei nicht notwendig. In den ersten Tagen lernen wir den Patienten von Grund auf kennen. Dafür nehmen wir uns sehr viel Zeit. Bei unserem Ansatz ist wichtig zu verstehen, dass wir zwar die gesamte Krankheitsgeschichte in den Blick nehmen und uns selbstverständlich ein eigenes Bild machen, aber die bisher gestellten Diagnosen auch als gegeben akzeptieren. Wir suchen also nicht neu oder verstärkt nach möglichen Ursachen, auch wenn wir in unserer Klinik dazu natürlich alle Möglichkeiten hätten. Vielmehr versuchen wir den Patienten mit all seinen individuellen Lebensumständen und -gewohnheiten und seinem Schmerz zu betrachten. Gibt es zum Beispiel sogenannte Verstärker für den dauerhaften Schmerz? Spielen Dauerbelastungen im Arbeits- oder Privatbereich beispielsweise eine große Rolle im Leben des Patienten? Wie viel Bewegung hat er, treibt er Sport und, wenn ja, welchen? Nach abgeschlossener, sehr detaillierter Anamnese erhält jeder Patient einen auf ihn zugeschnittenen und strukturierten Therapieplan von uns. Dieser beinhaltet vor allem aktivierende Therapien, wie Physio-, Sport- oder Entspannungstherapie. Aktivierend bedeutet, dass der Patient, angeleitet von unseren Experten mit unseren Experten, stets selbst aktiv werden kann. Sogenannte passive Maßnahmen wie klassische Massagen oder die mancherorts eingesetzten Infiltrationen oder Infusionen setzen wir nicht oder nur in Ausnahmefällen ein.  
Der Ansatz bei Ihnen ist also, dass der Patient ein umfassendes Verständnis für seinen Schmerz entwickelt und aktiv eine Veränderung herbeiführt?
Richtig. Aufklärung und Selbstwirksamkeit sind die Schlüssel. Denn im Zuge seiner Behandlungen erfährt der Patient viel über sich, gewinnt Klarheiten darüber, was ihm gut tut und was eben schmerzverändernd ist. Dieses gesammelte Wissen ist dann auch Grundlage für seinen Therapieplan für zu Hause. Denn der Erfolg der Therapie ist nicht auf die Behandlung in der Klinik beschränkt, sondern entfaltet sich zu Hause, direkt im Leben.
Die Schön Klinik in Vogtareuth.

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