UM 9 PUNKTE GEFALLEN

Rosenheimer Wirtschaftsbarometer: Geschäftslage trübt sich weiter ein

Die Bewertung der Geschäftslage. Grafik: Klinger
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Die Bewertung der Geschäftslage. Grafik: Klinger

Die aktuellen Ergebnisse des Wirtschaftsbarometers Rosenheim belegen eine weiter verschlechterte Geschäftslage. Mit einem Saldo aus positiven und negativen Bewertungen von +12,4 wird sie zwar noch leicht positiv bewertet, fiel aber zum Vormonat um neun und zum Vorjahr um 25 Punkte.

Rosenheim – Die Lageeinschätzung im Stadt- und Landkreis Rosenheim im Rahmen der monatlichen Umfrage der Fakultät für Betriebswirtschaft an der Technischen Hochschule Rosenheim (TH) fiel damit unter die vergleichbaren Werte des ifo-Institutes für Deutschland. Hier erreichte der Saldo +16,4 und verbesserte sich zum Vormonat um elf Punkte.

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Die gleiche Tendenz ist für die Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate festzustellen. Diese werden im Wirtschaftsbarometer leicht schwächer eingeschätzt (+ 11,6) als im Vormonat (+ 12,2), allerdings erheblich besser als vor Jahresfrist mit -13,0. Wie die Lagebeurteilung verbesserten sich die Geschäftserwartungen laut ifo auf +15,1 nach +9,1 im Januar. Durch die erheblich verbesserten Teilkomponenten konnte sich auch der Geschäftslimaindex des ifo-Institutes spürbar verbessern, dies vor allem durch eine Erholung im verarbeitenden Gewerbe.

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In der aktuellen Frage des Monats wurden die teilnehmenden Unternehmen des Wirtschaftsbarometers befragt, wie sich die Anzahl der Ausbildungsplätze in ihren Unternehmen entwickeln werden. Lediglich neun Prozent beabsichtigen eine Erhöhung, dagegen planen elf Prozent eine Reduktion. Dieses Ergebnis ist etwas günstiger als vor einem Jahr kurz vor dem ersten Lockdown. Damals planten 15 Prozent der Unternehmen Ausbildungsplätze zu reduzieren und nur acht Prozent diese zu erhöhen.

Bei einer näheren Betrachtung der Gewerbezweige sticht aktuell das verarbeitende Gewerbe hervor, in dem jedes fünfte Unternehmen angab, weniger ausbilden zu wollen. Dies wurde von keinem Teilnehmer aus dem Einzelhandel genannt. Dafür planen dort 22 Prozent der Unternehmen, mehr Ausbildungsplätze anzubieten.

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Auf de Frage, was für die Unternehmen die größten Hindernisse sind, um mehr Ausbildungsplätze anzubieten, antwortete fast jedes dritte, dass sie keine Bewerber finden. Die schlechte Vorbildung der Bewerber ist für 28 Prozent ein wichtiger Grund. Erst an dritter Stelle folgt die Antwortmöglichkeit, keine Hindernisse zu haben (24 Prozent). In den vergleichbaren Umfragen zu diesem Thema waren es im Vorjahr jedoch noch 32 Prozent und im Jahr 2019 sogar 39 Prozent. re

Die Bewertung der Geschäftserwartungen. Grafik: Klinger

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