Rosenheimer Wirtschaft fordert baldiges Ende der Grenzkontrollen

Rosenheim – Die Rosenheimer Wirtschaft fordert ein rasches Ende der Kontrollen an der bayerisch-österreichischen Grenze.

„Die derzeit strengen Einreiseregeln nach Deutschland sind für Lastwagenfahrer und Berufspendler und damit für die Unternehmen ein harter Einschnitt. Die Grenzkontrollen hemmen einen Neustart unserer Wirtschaft, der in der Corona-Krise dringend nötig ist. Täglich pendeln nicht nur viele Mitarbeiter über die Grenze, sondern Waren und Dienstleistungen rollen im Minutentakt nach Bayern und in die andere Richtung“, erklärt Andreas Bensegger, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Rosenheim. „Unsere Region lebt und profitiert wirtschaftlich von der guten Nachbarschaft zu Tirol.“

Im Kampf gegen die unkontrollierte Ausbreitung des Corona-Virus seien die restriktiven Einreiseregeln zu Beginn der Pandemie nachvollziehbar gewesen, sagt Bensegger. „Inzwischen weist das Infektionsgeschehen in beiden Ländern aber kaum noch Unterschiede auf. Auch wenn berufliche Fahrten und Warentransport über die Grenze erlaubt sind, müssen Lieferanten und Pendler teilweise lange Umwege fahren, weil kleinere Grenzübergänge geschlossen sind. Dazu kommen Staus an der Grenze sowie aufwendige Bürokratie durch die nötigen Nachweispflichten des Gesundheitszustands der Fahrer und das Ausstellen betrieblicher Bescheinigungen“, so Bensegger. Die gute Zusammenarbeit zwischen Unternehmen auf beiden Seiten der Grenze sei ins Stocken geraten.

Deshalb fordert er, alle Einschränkungen an der Grenze und die strikten Einreiseregeln bis zum 15. Mai aufzuheben: „Das wäre ein wichtiges Signal an die heimischen Unternehmen, dass der freie Waren- und Personenverkehr uneingeschränkt möglich ist und die enge wirtschaftliche Verknüpfung mit Österreich weiterleben kann. Das macht unsere ganze Region auch in Zukunft erfolgreich und stark.“

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