Rosenheimer Start-Up landet in der Corona-Krise mit dem Chatbot „Corinna“ einen Erfolg

Erfolgsmodell in Pandemie-Zeiten: der Corona-Chatbot „Corinna“ des Rosenheimer Startups „Innfactory“.
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Erfolgsmodell in Pandemie-Zeiten: der Corona-Chatbot „Corinna“ des Rosenheimer Startups „Innfactory“.

Das ROSIK-Netzwerk, bestehend aus Vertretern der IT- und Kommunikationsbranche in der Region, lebt wieder auf. Nach der langen, Corona-bedingten Auszeit fand ein erster Austausch im Gründerzentrum „Stellwerk 18“ statt. Im Mittelpunkt des Abends stand das Gründerteam „Innfactory“

Von Karin Sönmez

Rosenheim – „Innfactory“ hatte zu Beginn der Pandemie mit dem Corona-Chatbot „Corinna“ auf sich aufmerksam gemacht. Anton Spöck, CTO, Mitinhaber und Mitgründer der „Innfactory GmbHstellte das junge Start-up vor. 2017 hatten drei ehemaligen Studenten der FH Rosenheim (heute Technische Hochschule) das Unternehmen aus der Taufe gehoben.

Die Gründerzeit: nicht immer ganz einfach, gestand Spöck. Produktideen müssten entwickelt, produziert und dann erst einmal als Testversion auf ihre Wirtschaftlichkeit geprüft werden. Das koste Geld und Zeit und sei nicht immer von Erfolg gekrönt. Zusammen mit den beiden weiteren Teilhabern Tobias Jonas und Maximilian Grassl habe man viele Ideen als Minimalprodukt aufgesetzt und am Markt getestet – und zum Teil ganz schnell wieder verworfen.

Doch das junge Unternehmen kann auch auf Erfolge zurückblicken: Eines der vielversprechenden Produkte ist Bauspar-Chatbot „Laura“, ein textbasiertes Online-Dialogsystem, mit dem man im Internet ein Beratungsgespräch zur Kreditfinanzierung führen kann. Das Ziel sei, so Spöck: Der Benutzer fragt, der Computer antwortet. Für ein bestmögliches Ergebnis gelte es, den Chatbot mit Informationen zu füttern und weiter zu „trainieren“. Auf dieser Technik aufbauend wurde dann, spontan, gleich zu Beginn des Corona-Lockdowns, das Projekt „Corinna“ entwickelt – einChatbot spezialisiert auf Informationen rund um das Coronavirus, der jedem, der „Corinna“ eine Frage stellt, diese auch beantwortet bekommt. Dies sollte helfen, die überlasteten Hotlines zu unterstützen, so Spötzl.

„Corinna“ für jedermann zu sprechen

Der Erfolg sei bereits in den ersten Tagen durchschlagend gewesen, berichten die Gründer nicht ohne Stolz. Corinna sei beispielsweise auf den Homepages verschiedener Hausärzte und den Kliniken Südostbayern zur Verfügung gestellt worden. „Wie in einem ganz normalen Gespräch kann man hier sämtliche Informationen aus Datenbanken von Gesundheitsämtern und des Robert-Koch-Instituts abfragen“, erklärt Spötzl. Der Vorteil: „Corinna“ stehe jedermann zur Verfügung – noch dazu kostenfrei. Eine Weiterentwicklung sei jedoch vorerst nicht geplant, da hier die Wirtschaftlichkeit nicht gewährleistet sei.

Die App der „Starbulls“

Ebenfalls ein Vorzeigeprodukt des jungen Start-ups: die Starbulls-App, die offizielle App der Starbulls Rosenheim, ebenfalls von „innFactory“ entwickelt. Spiele, News, Mannschaft, Trainer – alle Informationen im gesamten Umfeld der Starbulls k könnten online abgerufen werden.

Zum Abschluss der Veranstaltung, die Rosik-Geschäftsführer Alexander Dalzio eröffnet hatte, bestand die Möglichkeit zum Gedankenaustausch und zu Netzwerkgesprächen auf der Terrasse des Stellwerk-18-Cafés. Dabei war erkennbar, dass jeder hoffte, dass solche Treffen der ROSIK zukünftig wieder regelmäßig von und für die Rosenheimer IT- und Kommunikationsunternehmen veranstaltet werden können. Karin Sönmez

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