Klimaneutralität als Ziel

Rosenheimer Firma Grossmann will mit neuer Feuerungsanlage CO2-Ausstoß halbieren

Wärme aus eigener Herstellung: Die neuen Heizkessel der Baufirma Grossmann werden mit Holzspänen befeuert, die bei der Produktion abfallen.
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Wärme aus eigener Herstellung: Die neuen Heizkessel der Baufirma Grossmann werden mit Holzspänen befeuert, die bei der Produktion abfallen.

Mit der Installation einer neuen Feuerungsanlage will die Rosenheimer Baufirma Grossmann ihren CO2-Ausstoß um die Hälfte reduzieren. Auch vom Kauf eine Elektro-Gabelstablers und der Installation einer neuen Filteranlage verspricht sich das Unternehmen einen größeren Beitrag zum Arbeits- und Umweltschutz.

Rosenheim – In den kommenden Jahren wolle sich der Konzern zusehends in Richtung Klimaneutralität entwickeln, wie Siegfried Huber, einer der beiden Geschäftsführer, verspricht.

So oder so, schildert Huber, habe man die Heizkessel tauschen müssen. Mit der Entscheidung für die Holzbefeuerung entstehe nicht nur weniger Treibhausgas, ebenso sei das Unternehmen damit unabhängig von fossilen Energieträgern. Die Kessel befeuere Grossmann ausschließlich mit Holzspänen, die als Abfall aus der Holzbausparte des Unternehmens übrig bleiben. Mit der Wärme versorge die Firma sowohl die Bürogebäude als auch die Werkstätten und das Magazin. In Sachen Klimaschutz wolle seine Firma „soziale Verantwortung“ übernehmen.

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Doch ebenso gehe es dem Bauunternehmen darum, Signale an jene zu senden, die der Baubranche gerade in Sachen Beton umweltschädigendes Verhalten vorwerfen.

Brennstoffzellen statt Akkus

Auch für die Zukunft wolle das Unternehmen weiter in diese Richtung gehen. Dazu gehöre auch, über Fahrzeuge mit alternativen Antrieben nachzudenken. Dabei liebäugelt Geschäftsführer Huber bei schweren Lkw  mit der Wasserstofftechnologie in Form einer Brennstoffzelle. Reine Elektrofahrzeuge seien durch die geringe Kapazität der Akkus und die damit geringe Reichweite für das Unternehmen nicht geeignet.

Bugl: Besondere Bedeutung für Rosenheim

„Die Firma Grossmann hat für den Wirtschaftsstandort Rosenheim in mehrfacher Hinsicht eine besondere Bedeutung“, findet Rosenheims Wirtschaftsdezernent Thomas Bugl. Mit 230 Arbeitsplätzen zähle das Unternehmen zu den wichtigsten Säulen des heimischen Arbeitsmarkts. Die Firma stärke zudem die Stadt Rosenheim als Industrie- und Produktionsstandort.

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Ebenso sei sie Aushängeschild in Sachen Holzkompetenz. „Bestes Beispiel hierfür war der berühmte Wal auf der Expo in Hannover“, erinnert Bugl. „Alles Gründe, warum der Stadtrat der Firma Grossmann 2017 den Rosenheimer Wirtschaftspreis verliehen hat“, sagt der Wirtschaftsdezernent.

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