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Agentur-Chefs ziehen Bilanz

Arbeitsmarkt in der Region: 2021 endet besser als 2020

Das boomende Baugewerbe trägt maßgeblich dazu bei, dass Ende 2021 weniger Menschen arbeitslos waren, als am Ende des Vorjahres.
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Das boomende Baugewerbe trägt maßgeblich dazu bei, dass Ende 2021 weniger Menschen arbeitslos waren, als am Ende des Vorjahres.
  • Sylvia Hampel
    VonSylvia Hampel
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Das Corona-Jahr 2021 endete aus Sicht der Agenturen für Arbeit besser, als das ebenfalls pandemiegeprägte Vorjahr. Sowohl bei der Agentur für Arbeit in Rosenheim als auch in Traunstein liegt die Arbeitslosenquote deutlich unter dem Niveau des Dezembers 2020.

Rosenheim/Traunstein – Der regionale Arbeitsmarkt bleibt dynamisch. „Der Aufholprozess gegenüber den Zeiten vor der Krise hat sich auch im Dezember fortgesetzt. Im vergangenen Monat waren mit 7170 Menschen zwar 220 mehr arbeitslos gemeldet, als im Vormonat, aber um 2530 weniger als vor einem Jahr und um 90 weniger als vor zwei Jahren“, sagt Michael Vontra, der Geschäftsführer des operativen Bereichs der Agentur für Arbeit Rosenheim. Diese ist zuständig für Stadt und Landkreis Rosenheim sowie die Geschäftsstellen Holzkirchen, Bad Tölz und Wolfratshausen.

Arbeitslosenquote stieg saisonbedingt

Die Arbeitslosenquote ist im Dezember gestiegen. Das ist saisonbedingt, denn Bauhaupt- und nebengewerbe, Landschaftsgärtner und andere Berufe haben im Winter wenig bis keine Aufträge beziehungsweise Arbeitsmöglichkeit.

Der Anstieg war minimal, betrug im gesamten Bezirk im Vergleich zum Vormonat 0,1 Prozentpunkte. Die Quote war im Dezember bei 2,3 Prozent. Der Wert lag um 0,9 Prozentpunkte unter dem von vor einem Jahr und sogar um 0,1 Prozentpunkte unter dem von vor zwei Jahren.

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Im Landkreis Rosenheim stieg die Quote von 2,4 im November auf 2,5 Prozent im Dezember. Im Dezember 2020 lag sie bei 3,3 Prozent. In der Stadt Rosenheim stieg die Quote im Dezember auf 3,8 Prozent (Vormonat 3,6 Prozent), im Dezember 2020 waren es 5,0 Prozent.

Steigerung um 0,2 Prozentpunkte auch in Traunstein

Die Arbeitslosenquote im Agenturbezirk Traunstein mit den Landkreisen Traunstein, Mühldorf, Altötting und Berchtesgadener Land betrug im Dezember 2,8 Prozent, eine der Jahreszeit entsprechende Steigerung um 0,2 Prozentpunkte gegenüber Vormonat November, so Jutta Müller, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Traunstein. 7925 Menschen seien aktuell von Arbeitslosigkeit betroffen, das sind 545 mehr als im vergangenen Monat, ein Anstieg um 7,4 Prozent und 2436 Menschen, das sind 23,5 Prozent weniger als im Dezember 2020, als die Quote bei 3,7 Prozent lag.

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Die Landkreisquoten im Einzelnen: In Traunstein steig die Quote von 2,2 Prozent im November auf 2,4 Prozent im Dezember an. 2020 lag sie bei 3,3 Prozent. In Altötting stieg die Quote von 2,7 im Vormonat auf 2,9 Prozent im Dezember an. Ein Jahr zuvor waren es noch 3,6 Prozent. In Mühldorf steig die Quote im Dezember auf 3,0 Prozent (Vormonat 2,8 Prozent), im Dezember 2020 waren es noch 3,7 Prozent.

Stellenweise besser als „vor Corona“

Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Rosenheim, Michael Schankweiler, sagt beim Rückblick auf das Jahr 2021: „Wir freuen uns, dass sich der regionale Arbeitsmarkt auch im zweiten Jahr, das durch die Corona-Pandemie geprägt war, aufnahmefähig und dynamisch gezeigt hat. Mit Blick auf die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen und der zu besetzenden Stellen ist die Lage rein zahlentechnisch zum Jahresabschluss sogar besser als im Dezember 2019.“ Ganz sicher aber ist die Lage besser als vor einem Jahr, ist sich Schankweiler mit seiner Kollegin Jutta Müller aus Traunstein einig.

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„Wir können von einer wirklichen Aufholjagd sprechen: Im April, als erstmals ein Monatsvergleich zu Krisenzeiten möglich war, lag die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen mit 9750 leicht (-80) unter dem Vorjahresniveau“, so Schankweiler. Die Zahl sei dann Monat für Monat zurückgegangen und im Dezember waren mit 7170 deutlich weniger Menschen arbeitslos gemeldet als vor einem Jahr (-2530) und sogar weniger als 2019 (-90).

Sehr unterschiedliche Pandemie-Auswirkung

„Die Pandemie hatte und hat auch in diesem Jahr großen Einfluss auf den Arbeitsmarkt“, erläutert Müller, „allerdings ganz unterschiedlich, je nach Branche. Während beispielsweise Hotellerie, Gastronomie und Clubs durch Schließungen, starke Einschränkungen und frühere Sperrstunden Umsatzeinbußen hinnehmen mussten, sind beim Handwerk die Auftragsbücher gut gefüllt und die Wartezeiten lang.“

Berufsgruppen mit Personalmangel

Und es gibt im gesamten Südosten Bayerns nach wie vor Berufsgruppen wie Kunststoff- und Holzherstellung, und -verarbeitung, Maschinen- und Fahrzeugtechnikberufe, Rechnungswesen und Steuerberatung sowie Alten- und Krankenpflege, in denen ein schwer zu deckender Personalbedarf besteht. Das heißt, es sind mehr offene Stellen als Arbeitssuchende gemeldet.

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