Rindervermarktung in Zeiten von Corona

Miesbach – Der Maimarkt in der Oberlandhalle war vom Landratsamt Miesbach nur mit Auflagen genehmigt worden.

Zutritt hatten nur Käufer und Verkäufer, Besucher waren ausgeladen. Dies und die strengen Hygienevorschriften sorgten für einen Markt ohne Marktflair. Angeboten wurden 29 Zuchtstiere und 55 Jungkühe. Bei den Zuchtstieren fanden 19 einen Interessenten. Bei weiteren zehn Stieren war das Gebot dem Verkäufer zu gering. Diese Stiere könnten jedoch jeder Zeit ab Stall vermittelt werden. Bei 2150 Euro Versteigerungspreis erhielt ein im Exterieur starker Mainstream-Sohn aus dem Zuchtbetrieb Kajetan Leitner, Klarerhof (Bayrischzell), als teuerster Stier den Zuschlag. Für die vier hornlos vererbenden Stiere lag der mittlere Versteigerungspreis bei 2000 Euro. Die 15 gehörnt vererbenden Stiere wechselten dagegen für im Mittel 1743 Euro den Besitzer. Schwierig abzusetzen sind derzeit sehr junge Stiere. An Jungkühen wurden 55 Stück aufgetrieben. Die durchschnittliche Milchleistung dieser Kühe lag bei 28,1 Kilo Milch. Die teuersten Jungkühe des Marktes erhielten diesmal den Zuschlag bereits bei 1900 Euro. Mit einem Tagesgemelk von 33 Kilo Milch und einer Melkbarkeit von 2,4 Kilo pro Minute konnte der Zuchtbetrieb Lechner GbR aus Tödtenberg (Vogtareuth) eine Wendlstein-Tochter zum Verkauf anbieten. Eine Ettal-Tochter aus dem Zuchtbetrieb Georg Wasensteiner aus Oberfeld, Gemeinde Lenggries, erreichte den gleichen Preis. Beide Jungkühe blieben wie auch weitere 21 Jungkühe und 13 Zuchtstiere im Verbandsgebiet. Drei Stiere und 17 Jungkühe sicherten sich bayerische Züchter. Ein Stier und fünf Jungkühe treten die Reise in die Niederlande an. Sechs Jungkühe gehen an Zuchtbetriebe in Südtirol. Der durchschnittliche Steigerungspreis aller Jungkühe lag bei 1475 Euro. Die nächste Großviehversteigerung in der Oberlandhalle findet voraussichtlich in vier Wochen statt.

Kommentare